Suzuki-Pilot John Hopkins hat im Qualifying drei Piloten geschlagen

MotoGP 2011

— 02.04.2011

Hopkins zeigt sein Talent im Qualifying

Suzuki-Pilot John Hopkins hat sich im Qualifying in Jerez stark präsentiert - Der US-Amerikaner hat beim Spontancomeback nur 1,5 Sekunden auf die Spitze verloren

Der US-Amerikaner John Hopkins hat sich bei seinem ersten MotoGP-Qualifying seit 2008 wacker geschlagen. Der Ersatzpilot von Alvaro Bautista bei Suzuki verlor 1,5 Sekunden auf die Bestzeit von Casey Stoner. Der Abstand zu Platz vier betrug sogar nur knapp mehr als eine Sekunde. Mit dieser Leistung ließ Hopkins einige Konkurrenten hinter sich. Routinier Loris Capirossi (Ducati), Rookie Karel Abrahm (Ducati) und Moto2-Weltmeister Toni Elias mussten sich hinten anstellen.

"Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Es war ein guter Tag und wir ließen alles Schritt für Schritt angehen, um dorthin zu gelangen, wo wir jetzt stehen", freut sich der 27-Jährige über seinen 14. Startplatz. "Es war klasse, in der Nacht zum Samstag an der Strecke zu übernachten und all das im Hinterkopf zu haben."

"Am Samstagmorgen ging es schon etwas schneller voran für uns. Das hatten wir auch erwartet. Erneut hatten wir allerdings keine Veränderungen an der Geometrie oder dergleichen vorgenommen. Wir hatten nur ein bisschen an der Elektronik herumgespielt und die Fahrposition angepasst. Das ist aber nur Feintuning. Es ist schon sehr beeindruckend, wie viel Technologie heutzutage in einem MotoGP-Bike steckt. Das ist einfach nur verrückt!"

"Man kann so viele Veränderungen für jeden einzelnen Piloten vornehmen. Da kann man sich leicht verlieren. Aus diesem Grund bin ich sehr froh darüber, ein so gutes Basissetup zu haben. Wir konnten damit einige gute Zeiten und konstante Runden abspulen. Ich fühle mich langsam aber sicher wohl mit dem Motorrad und meiner Linie. In der Qualifikation war ich am Anfang viel zu aufgeregt und machte zu viele Fehler", schildert er seine Zeitenjagd.

"Ich fuhr zu schnell in die Kurven hinein und rutschte dann immer wieder über den Scheitelpunkt hinaus. Ich hatte also etwas zu viel Spaß da draußen! Ich musste hereinkommen und mich erst einmal beruhigen, bevor ich weitermachen konnte. Es gelang mir danach, den Windschatten einiger Konkurrenten zu nutzen, denn an diesem Wochenende brauche ich möglichst viel Hilfe."

Top 10 das Ziel im Rennen

"Unterm Strich flogen um mich herum doch einige Leute ab und ich hielt nach jemandem Ausschau, von dem ich die Linie wieder lernen konnte. Auf meinem letzten weichen Reifensatz lag ich hinter Dovizioso und Stoner. Mein bester Versuch beinhaltete zwar ein paar Fehler, doch ich war trotzdem rund zwei Sekunden schneller als am Freitag."

"Damit bin ich sehr zufrieden, denn es fühlt sich einfach klasse an, wieder zurück zu sein - vor allem vor dem tollen Publikum hier in Jerez. Ich habe wirklich sehr viel Spaß auf diesem Bike und habe viel Freude am Fahren. Ich kann es kaum erwarten, am Sonntag erneut in den Sattel zu steigen und zu versuchen, das bestmögliche Ergebnis einzufahren."

In letzter Zeit ist "Hopper" nicht viele Rennen gefahren. Leicht wird die Distanz nicht. "Mein Ziel ist natürlich, in die Top 10 zu fahren. Sollte uns das gelingen, wäre das richtig toll. Am wichtigsten ist für mich allerdings, dass ich Spaß habe und den Fans und den Sponsoren eine gute Show bieten kann. Das mache ich vor allem auch für das Team, das mir sein Vertrauen schenkt. Hoffentlich kann ich mich mit einem guten Resultat revanchieren."

Suzuki sehr zufrieden

Bei Suzuki ist man mit der Leistung sehr zufrieden. Mehr hätte man von dem spontanen Comeback in der kurzen Zeit nicht erwarten können. "Die beiden bisherigen Tage haben Zweierlei demonstriert", so Teamchef Paul Denning. "Zum einen, dass es John noch immer verdient, auf dem allerhöchsten Niveau in diesem Sport zu fahren. Zum anderen, dass Suzuki großartige Arbeit bei der Entwicklung der GSV-R geleistet hat."

"Dieses Paket erlaubte es John - ohne jegliche Anpassung -, sich konkurrenzfähig zu qualifizieren. Er hatte zwei Jahre lang keine MotoGP-Maschine mehr gefahren und die Bremskraft und der mechanische Grip, den diese Motorräder im Vergleich zu den Produktionsbikes bieten, bedeuten, dass er etwas ins Hintertreffen geraten ist."

"John ist richtig fit, aber es gibt einen Unterschied zwischen normaler Fitness und der Rennfitness in der MotoGP. Das 27-Runden-Rennen am Sonntag wird eine harte Angelegenheit, doch John hat schon jetzt eine fantastische Arbeit geleistet - unabhängig davon, was im Rennen an sich noch passiert. Wir könnten uns keinen besseren Vertreter für Alvaro wünschen."

Fotoquelle: Suzuki

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