Honda-Pilot Dani Pedrosa ist der leichteste Fahrer im MotoGP-Feld

MotoGP 2011

— 04.04.2011

Diskussionen um Fahrergewicht

Am Rande des Rennwochenendes in Jerez wurde im Fahrerlager über die Einführung eines Mindestgewichts für Fahrer plus Motorrad diskutiert

Im Rahmen des Grand Prix von Spaniern wurde wieder einmal über das Fahrergewicht diskutiert. Angeblich haben Valentino Rossi und Marco Simoncelli in der Sicherheitskommission angeregt, dass ein Mindestgewicht von Fahrer und Maschine vorgeschriebne werden solle. Die beiden Italiener zählen zu den größten und schwersten Fahrern im Feld. Dani Pedrosa hingegen ist das Leichtgewicht.

Die Körpergröße bietet auf dem Motorrad einige Vorteile. Pedrosa hat in seiner Karriere schon oft mit Raketenstarts geglänzt. Beim Auftakt in Katar war ebenfalls zu beobachten, dass der Spanier im engen Duell mit seinem Teamkollegen Casey Stoner auf der Geraden schneller war. Es gibt aber auch einige Nachteile, denn Rossi kann sein Gewicht je nach Situation viel besser auf der Maschine verteilen und so zum Beispiel den Hinterreifen besser auf Temperatur bringen.

In der Pressekonferenz nach dem Qualifying wurde das Thema Fahrergewicht angesprochen. "Danis Größe gibt ihm keine Vorteile", findet der Australier Stoner. "Manche Aspekte sind beim Fahren sicher leichter, aber andere sind wiederum schwieriger." Mit einer Größe von 171 Zentimetern und 58 Kilo ist der Honda-Pilot im Mittelfeld der aktuellen Fahrer.

Speziell Pedrosa wurde seit seinem MotoGP-Einstieg von dem Thema Körpergröße verfolgt. "Das verfolgt mich seit Jahren. Als ich in die MotoGP gewechselt bin, haben einige Leute gemeint, ich könnte nicht fahren, weil ich zu klein sei", sagt der Spanier, der 160 Zentimeter misst.

"Das ist nicht immer ein Vorteil. Ich habe weniger Kraft und in den Kurven ist es schwieriger. Man diskutiert auch gar nicht darüber wie es ist, wenn ich stürze und das Motorrad wieder aufstellen will." Als jemand einwarf, dass eventuell Rossi das Thema Mindestgewicht wieder zur Sprache gebracht hat, antwortet der Honda-Pilot: "Valentino sollte einmal sehen wie es ist, wenn man so klein ist wie ich."

Weltmeister Jorge Lorenzo steht dem Mindestgewicht offen gegenüber. "Wenn man mich fragt, dann bin ich mehr dafür als dagegen. Ohne Zweifel hat ein leichter Fahrer einen Vorteil. Man belastet die Frontpartei beim Bremsvorgang weniger. Auf den Geraden kann man besser beschleunigen. Die Aerodynamik ist auch besser, weshalb man weniger Sprit verbraucht."

In naher Zukunft wird es kein vorgeschriebenes Mindestgewicht für Fahrer und Motorrad geben. "Es ist eine sinnlose Diskussion", wird Franco Uncini, ein Mitglied der Sicherheitskommission, von 'GPone.com' zitiert. "Es liegt derzeit keine Initiative für ein Mindestgewicht von Fahrer mit Motorrad auf dem Tisch. Ich weiß nicht wer das gestartet hat, aber ich kann das verneinen."

"Das Thema ist einfach aufgekommen, so wie das so oft ist, seit sich die Sicherheitskommission um jede Thematik kümmert. Vielleicht ist das jetzt aufgekommen, weil es um das Gewicht für die Onboard-Kameras geht. Wenn jemand sagt, dass Valentino den Stein ins Rollen gebracht hat, dann kann ich bestätigen, dass er Pedrosas Vorteile auf den Geraden anerkennt, aber auch seine Nachteile in den Kurven."

Fotoquelle: Honda

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