Nicky Hayden fährt seit dieser Saison auch mit Airbag in der Lederkombi

MotoGP 2011

— 09.04.2011

Hayden: "Airbags sind die Zukunft"

Motorradfahrer haben keine Knautschzone: Deshalb ist Ducati-Pilot Nicky Hayden überzeugt, dass Airbags in der Lederkombi irgendwann Standard sein werden

Motorrad-Rennfahrer rasen mit teilweise über 300 Stundenkilometern über die Pisten - und anders als ihre Automobilkollegen haben sie kein robustes Kohlefaser-Monocoque oder sonstige Sicherheitszellen um sich herum. Im Falle eines Sturzes haben sie keine Knautschzone, geschützt werden sie nur durch Helm, Kombi und Handschuhe.

Entsprechend ist es für die Piloten wichtig, die für sie optimale Lederkombi zu finden. "Denn wenn man crasht, will man in der Lage sein, die Session oder das Rennen zu beenden", erklärt zum Beispiel Ducati-MotoGP-Pilot Nicky Hayden. "Aber in einem Anzug steckt mehr - die Kühlung an einem heißen Rennwochenende, die Aerodynamik. Du musst wirklich den Speed spüren können, aber gleichzeitig auch den nötigen Schutz haben. Die Kombi muss aus leichtesten und flexibelsten Materialien bestehen, die einen aber auch gleichzeitig schützen, wenn man stürzt."

Bei der Entwicklung suchen die Hersteller nach immer neuen Technologien. Eine solche Technologie ist der in die Lederkombi integrierte Airbag. Die Idee stammt von Dainese, inzwischen arbeitet auch Alpinestars an einem solchen System. Anfangs war der Airbag nicht ganz unumstritten. Im Falle eines Sturzes werden im Schulter- und Nackenbereich integrierte Luftpolster mit einem Gas innerhalb von Sekundenbruchteilen aufgeblasen. Das funktionierte nicht immer. Und es kam die Frage auf, ob ein Fahrer nicht zu sehr beeinträchtigt wird, wenn das System auch ausgelöst wird, wenn der Pilot einen Sturz noch abfangen und weiterfahren kann.

Inzwischen scheinen die Probleme mit den Airbags aber gelöst zu sein und immer mehr Piloten vertrauen darauf. Auch Hayden, der seit dieser Saison auch mit den integrierten Luftpolstern in der Kombi unterwegs ist. Der US-Amerikaner glaubt sogar, dass das System eines Tages zum Standard wird.

"Ich freue mich, dass ich jetzt mit Airbag fahre, auch wenn ich hoffe, dass ich ihn nicht so oft brauche", sagt Hayden. "Das ist definitiv die Zukunft. Airbags in Rennkombis - das wird irgendwann vielleicht jeder haben. Ich hoffe, dass ich es nicht allzu oft ausprobieren muss. Aber es ist gut, so etwas zu haben, falls man es braucht."

Fotoquelle: Ducati

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