Die MotoGP gastiert ab 2013 auf dem neuen Rennkurs von Austin in Texas

MotoGP 2011

— 13.04.2011

MotoGP ab 2013 in Austin

Die Motorrad-Weltmeisterschaft wird ab 2013 im texanischen Austin antreten - Zehnjahres-Vertrag für alle Klassen der MotoGP - Dritter USA-Event

Die MotoGP wird 2013 einen neuen Rennevent erhalten: Die Verantwortlichen konnten sich darauf einigen, die neue Rennstrecke im texanischen Austin als Partner zu gewinnen. Dort wird die MotoGP ab der übernächsten Saison und für mindestens zehn Jahre antreten. Die Anzahl der Rennevents in den Vereinigten Staaten wächst damit auf drei - und alle Klassen werden mit von der Partie sein.

"Wir freuen uns darüber, den Circuit of the Americas zum MotoGP-Kalender hinzuzufügen", sagt Dorna-Geschäftsführer Carmelo Ezpeleta. "Es ist eine Ehre für uns, dass wir unsere Meisterschaft nach Texas ausweiten können. Das ist schließlich die Heimat von vielen WM-Fahrern", meint Ezpeleta und merkt an, dass Ex-Champion Kevin Schwantz maßgeblich an diesem Projekt beteiligt sei.

"Mit Kevin verbindet uns schon seit 20 Jahren eine wundervolle und besondere Beziehung und wir sprachen oft über unseren gemeinsamen Traum, die MotoGP in den USA noch populärer zu machen und gleichzeitig unser bereits erfolgreiches weltweites Profil weiter auszubauen", sagt Ezpeleta. "Wir erkannten, was Tavo Hellmund in Austin aufbaut und freuen uns auf dieses gemeinsame Abenteuer."

"Der Zehnjahres-Vertrag ist ein Zeichen des Vertrauens und der Entschlossenheit, was den künftigen Erfolg der MotoGP in Austin anbelangt", findet der Dorna-Geschäftsführer. Schwantz spricht indes von der "Erfüllung eines Traums": "Ich glaube so fest an diesen Sport und weiß, wie beliebt der Motorrad-Sport in Texas ist. Ich bin mir sicher: Die Geschichte wird langfristig Erfolg haben", erklärt Schwantz.

Austin will die US-Nummer-Eins werden

Austin-Streckenchef Tavo Hellmung zeigt sich ebenfalls zuversichtlich: "Wir freuen uns sehr darüber, die beste Motorrad-Weltmeisterschaft zu unserem jährlichen Rennplan hinzuzufügen. Dies ist eine fantastische Gelegenheit für Texas und diese Region." Vor allem, da nach der Fertigstellung des neuen Kurses ab 2012 auch die Formel 1 ihre Rennpremiere in Austin abhalten werde.

"Wenn ich mich nicht irre, ist es das erste Mal in der Geschichte des US-amerikanischen Motorsports, dass die Motorrad-WM und die Formel-1-WM im jährlichen Rhythmus auf der gleichen Strecke antreten. Wir sind sehr stolz darauf, die internationale Motorsport-Plattform der Vereinigten Staaten zu sein", sagt Hellmund und schwärmt regelrecht von den Aussichten für seinen neuen Rennplatz.

"Was Dorna und FIM für die MotoGP leisten, ist großartig. Das Produkt ist klasse und stellt eine tolle Sache für Texas dar. Und man weiß ja nie: In Ben Spies könnten wir bei unserem ersten Event vielleicht sogar einen amtierenden Weltmeister am Start haben. Das wäre nun wirklich die Krönung", findet Hellmund. Sogar die Konkurrenz gratuliert: Indianapolis freut sich über das neue Rennen.

Indianapolis freut sich für Austin

"Schön, dass die MotoGP bald einen weiteren Event in den USA abhält", sagt Indy-Geschäftsführer Jeff Belskus. "Dies kann nur dazu beitragen, das Profil dieses aufregenden Sports in den Vereinigten Staaten weiter zu schärfen. Alle weiteren MotoGP-Rennen in Amerika werden davon profitieren. Wir stehen vollkommen hinter dem Wachstum des Indy-Events und des Motorrad-Sports in den USA."

Schwantz ist fest davon überzeugt, dass die Planungen viele Früchte tragen werden. "Ich verfolge die Entwicklung dieser Anlage sehr genau und bin schon sehr gespannt", gesteht der ehemalige Motorrad-Weltmeister bei 'MotoGP.com'. "Ich rechne nämlich damit, dass dieser Rennplatz sehr attraktiv sein wird. Aus Fahrersicht sollte es eine großartige Strecke werden", meint Schwantz.

"Es wird eine Herausforderung darstellen, aber zugleich viel Sicherheit bieten und eine lange Runde haben. Als Pilot wird man schon sehr hart arbeiten müssen, um eine gute Runde zustande zu bringen, mit der man vorne mitmischen kann. Das sind tolle Aussichten", erläutert Schwantz und berichtet, dass er bei der Entwicklung des Konzepts als Berater tätig war, um den Bike-Event zu ermöglichen.

Schwantz will das MotoGP-Profil schärfen

"Ich wollte einfach sicherstellen, dass wir aus der Perspektive der Sicherheit nichts taten, was uns daran hindern würde, hier Motorrad-Rennen zu veranstalten. Als der Designprozess anstand, war ich deshalb stark eingebunden. Ich saß in den Meetings der Designgruppe und hatte ein Auge darauf, dass es genug Auslaufzonen für Bikes geben und dass der Kurs sicher genug sein würde."

Der US-amerikanische Ex-Rennfahrer ist gespannt, wie die MotoGP und die Öffentlichkeit den neuen Rennplatz annehmen. "Es geht nur um die Fahrer", meint Schwantz. "Wenn sie diesen Ort in ihr Herz schließen und die Stecke sicher ist, werden die Piloten die größten Befürworter sein. Das wiederum wird die Leute anziehen", erklärt Schwantz, der gemeinsam mit Austin ein großes Ziel verfolgt.

"Wir wollen das Image der MotoGP in den Vereinigten Staaten auf ein ähnliches Niveau wie in Spanien und Italien anheben. Unser Ziel ist, eine der Top-3-Sportarten in den USA zu werden", kündigt Schwantz an und fügt abschließend hinzu: "Ich helfe wirklich gerne. Mein Ziel ist ganz einfach, zu versuchen, dem Motorrad-Sport die Anerkennung zu verschaffen, die er verdient", sagt Schwantz.

Ab 2013 werden demnach insgesamt drei MotoGP-Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten ausgetragen, denn Indianapolis und Laguna Seca verbleiben selbstverständlich im Kalender der Motorrad-WM. Im aktuellen Rennplan der MotoGP verfügt lediglich Spanien über ein noch größeres Pensum an Events: Im südeuropäischen Land gastiert der Motorrad-Zirkus 2011 gleich viermal.

Fotoquelle: Tilke

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