Valentino Rossi feilt derzeit noch an der Anpassung der Duacti Desmosedici GP11

MotoGP 2011

— 22.04.2011

Rossi: Ducati wird keine Yamaha

Valentino Rossi will trotz intensiver Veränderungen aus der Desmosedici GP11 keine M1 machen - Updates sollen allen Fahrern zu Gute kommen

Ducati-Pilot Valentino Rossi wird am Montag nach dem kommenden Grand Prix von Portugal in Estoril erstmals eine überarbeitete Version der Ducati Desmosedici GP11 testen. Hauptunterschiede zum aktuellen Modell sind ein veränderter Rahmen sowie ein überarbeiteter Motor mit einer schwereren Kurbelwelle als bisher. Damit will das Team rund um Technikguru Filippo Preziosi vor allem die Kraftentfaltung weniger aggressiv gestalten und das Bike somit fahrbarer machen.

Bereits im Rahmen seiner ersten Testfahrten auf der Ducati im November des vergangenen Jahres in Valencia hatte Rossi anklingen lassen, im Zuge der Entwicklung zum einen das lästige Untersteuern beseitigen zu wollen und dem Bike insgesamt ein fahrerfreundlicheres Verhalten anzuerziehen, ähnlich wie er seinerzeit aus der nicht konkurrenzfähigen Yamaha M1 ein Siegermotorrad gemacht hat.

Im Vorfeld der anstehenden Testfahrten bekräftige der "Doktor" allerdings noch einmal, dass er aus der Ducati keine Yamaha machen wolle. "Die Yamaha ist komplett anders", sagt Rossi gegenüber 'Motor Cycle News'. "Wir können die Ducati verbessern und an mich anpassen, es wird jedoch immer ein komplett anderes Motorrad bleiben, als es die M1 ist."

Vor dem Hintergrund der Veränderungen im Motorenbereich liegt das Hauptaugenmerk von Rossi und Crewchief Jeremy Burgess auf einem verbesserten Gefühl während der ersten 20 Prozent der Beschleunigungsphase. "Das größte Problem, das ich sehe ist, dass Ducati seit jeher den kompletten Fokus auf Maximalleistung legt, weniger auf die Details", so Rossi. "Diese sind für mich jedoch sehr wichtig."

Veränderungen sollen allen Ducati-Fahrern zu Gute kommen

Nach Aussage des Italieners verlangt die GP11 aufgrund ihrer im Vergleich zur M1 unterschiedlichen Charakteristik auf der Strecke eine andere Linienwahl als das japanische Bike. "Die M1 ließ sich insgesamt runder fahren und verhielt sich sehr agil. In den Kurven ist die Yamaha bis heute das Maß der Dinge, im Vergleich zur Honda fehlt ihr allerdings Motorleistung", analysiert Rossi.

Crewchief Burgess liegt unterdessen viel daran, dass die Veränderungen an der Desmosedici GP11 nicht nur Rossi zu Gute kommen. "Unser Ziel muss es sein, eine Ducati zu entwickeln, mit der alle Fahrer klarkommen", sagt Burgess gegenüber dem spanischen Fernsehsender 'RTVE' und verweist dabei auf die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit Rossi zu Yamaha-Zeiten, von der unter dem Strich auch andere Fahrer wie nicht zuletzt Jorge Lorenzo profitiert haben.

"Ich wäre glücklich, wenn alle Ducati-Fahrer nach der Saison zu mir kämen und sich bei mir bedanken würden", formuliert Burgess seine Motivation für die kommenden Monate. Das Hauptproblem in diesem Zusammenhang sieht der Australier im Faktor Zeit. "2011 wird ein schwieriges Jahr werden, da es das letzte der 800er-Ära ist und wir gleichzeitig an der 1.000er-Maschine arbeiten müssen."

In den ersten vier Monaten der Zusammenarbeit mit Ducati konnte das Duo Rossi/Burgess noch keine Bäume ausreißen. Einem enttäuschenden siebten Platz beim Saisonauftakt in Doha folgte die kontroverse Kollision Rossi mit Honda-Pilot Casey Stoner in Jerez. Zudem leidet der "Doktor" bis heute an den Nachwirkungen seiner Schulteroperation. Für den anstehenden dritten WM-Lauf des Jahres in Estoril prophezeit Burgess seinem Schützling eine 90-prozentige Fitness. "Zu sagen, dass er ab sofort bereit ist, um Siege mitzufahren, wäre etwas optimistisch", glaubt der Australier.

Fotoquelle: Ducati

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