Yamaha-Teamchef Lin Jarvis wünscht sich ein Rennen in Indonesien

MotoGP 2011

— 27.04.2011

Jarvis fordert stärkere Globalisierung der MotoGP

Vier Rennen in Spanien, drei in den USA und zwei in Italien sind zuviel für Lin Jarvis - Der Yamaha-Teamchef fordert eine Expansion in neue Märkte

Die MotoGP fährt in dieser Saison 18 Rennen, doch vier davon finden in Spanien statt und jeweils zwei in Italien und den USA. Mit dem neuen Vertrag in Austin könnte in Amerika eine dritte Veranstaltung hinzukommen. Für Yamaha-Teamchef Lin Jarvis ist die WM zu sehr auf Spanien und Italien konzentriert. Mit Ducati, Valentino Rossi und den zahlreichen spanischen Toppiloten besteht in diesen beiden Ländern ein großes Interesse an der Motorrad-WM.

Doch die wirtschaftlichen Probleme haben die drei Klassen in den vergangenen Jahren stark getroffen. Kawasaki ist ausgestiegen, während Suzuki nur noch mit einer Maschine antritt. Das Interwetten-Honda-Team musste nach einer Saison die Segel streichen. Selbst das Yamaha-Werksteam, das in den vergangenen drei Jahren alles gewonnen hat, konnte keinen Hauptsponsor finden. Jarvis ist der Meinung, dass sich die MotoGP mehr an der Formel 1 orientieren und den Kalender auf neue Länder ausweiten sollte.

"Wir sollten mehr Rennen in Asien haben. Ein Grund für den Erfolg der Formel 1 ist, dass sie sich dem Trend der globalen Ökonomie angepasst haben. Es gibt Rennen im arabischen Raum und anderen neuen Märkten, wie Indien und Russland. Wir halten zu sehr an unserer traditionellen Umgebung fest. Vier Rennen in Spanien sind zuviel", wird Jarvis von 'Motor Cycle News' zitiert.

"Jeder Grand Prix ist ein Erfolg, aber es liegt zu viel Last auf der iberischen Halbinsel. Warum fahren wir zum Beispiel nicht in Südamerika? Indien wäre ebenfalls sehr positiv, aber persönlich würde ich gerne ein Rennen in Indonesien sehen, weil es ein sehr großer Markt ist. Yamaha und Honda verkaufen zusammen mehr als sechs Millionen Motorräder in Indonesien. Rechtfertigt das nicht ein Rennen dort?"

"Es gibt dort auch eine große Anzahl an Fernsehzuschauern. Wir müssen härter für die Expansion in solche Märkte arbeiten. Aus organisatorischer Sicht und aus Teamsicht. Wir bewegen uns in die richtige Richtung, aber das in kommerzielle Partnerschaften umzusetzen braucht Zeit." Im kommenden Jahr wird die MotoGP zum ersten Mal in Abu Dhabi unterwegs sein. Nach dem Nachtrennen in Katar wird auf der Yas-Marina-Strecke gefahren.

In Indien findet in diesem Jahr zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen statt. Gespräche mit Rechtevermarkter Dorna werden über ein mögliches MotoGP-Gastspiel geführt. Es gibt auch Gerüchte, dass sich Argentinien um ein Rennen bemüht. Dort wurde zuletzt im Jahr 1999 gefahren.

Fotoquelle: Yamaha

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