In den letzten Runden sah Jorge Lorenzo nur noch den Auspuff der Honda

MotoGP 2011

— 01.05.2011

Pedrosa & Lorenzo: Das Duell am Limit

Der Sieg in Estoril ist für Dani Pedrosa nach seinen körperlichen Problemen eine große Erleichterung - Jorge Lorenzo konnte gegen Rennende nicht mehr zulegen

Vom Start weg fuhren die beiden Spanier Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa in einer eigenen Liga. Niemand konnte mit dem Duo mithalten und es war rasch klar, dass einer der beiden das Rennen gewinnen würde. Pedrosa fuhr lange im Windschatten seines Landsmannes und studierte die Linien der Yamaha. Der Vizeweltmeister wartete bis zur 24. Runde mit seinem Angriff. Er über nahm die Führung in der ersten Kurve, legte zwei schnelle Runden hin und fuhr dem Sieg entgegen.

Lorenzo konnte am Ende nicht mehr zulegen und musste sich mit Platz zwei genügen. In den vergangenen drei Jahren war der amtierende Weltmeister unbesiegt. Als Zweiter sammelte der 23-Jährige zwar wertvolle Punkte, doch sein Vorsprung in der WM schrumpfte auf vier Zähler. Pedrosa ist wieder voll im Titelrennen.

Im Vorfeld des Grand Prix wurde das Schlüsselbein operiert, um die Schwächeanfälle des Honda-Stars aus dem Weg zu räumen. Mit Erfolg: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Aber noch zufriedener bin ich mit meiner körperlichen Verfassung. Es scheint, dass meine Operation endlich den gewünschten Erfolg gebracht hat."

"Ich habe versucht meinen linken Arm auszuruhen, denn ich hatte 15 Runden vor dem Ziel starke Krämpfe", beschreibt Pedrosa seine Probleme. "Ich bin hinter Jorge hergefahren und habe gewartet, bis ich wieder meine Kraft verliere und mein Arm taub wird. Das ist aber nicht passiert!" Die Operation war also klar die richtige Entscheidung, denn in den ersten beiden Saisonrennen musste der Spanier in der zweiten Rennhälfte langsamer fahren.

Konkurrent Lorenzo war bis kurz vor Schluss stark unterwegs, doch dann konnte dem Angriff von Pedrosa nichts entgeggensetzen. "Ich hatte einen guten Start und war wirklich glücklich. Ich habe mein Maximum gegeben, um eine Lücke zu Dani zu legen. Leider war heute nicht der Tag dafür. Er war stark und konstant und am Ende war er vielleicht frischer und konnte attackieren."

Die beiden Piloten fuhren das ganze Rennen über auf einem sehr hohen Niveau und leisteten sich keine groben Fehler. "Ich habe im Rennen mein Bestes gegeben", sagt Pedrosa. "Jorge fährt hier immer fantastisch und ist sehr weich und schnell. Ich wollte an ihm dran bleiben. Gegen Ende fühlte ich wohl, also habe ich ein Manöver versucht. Es war erfolgreich."

"Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg, denn ich habe zum ersten Mal auf dieser Strecke gewonnen. Mein Dank geht an die Ärzte, meine Physiotherapeuten und Trainer, die hart gearbeitet haben." Bereits am Montag werden Pedrosa und Lorenzo am offiziellen Testtag wieder auf ihren Motorrädern sitzen.

Yamaha will weitere Verbesserungen erzielen, um gegen die starke Konkurrenz von Honda bestehen zu können. Nach dem Rennen zog Lorenzo ein positives Fazit. "Platz zwei ist ein gutes Resultat. Wir haben in den ersten drei Rennen viele Punkte geholt. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg im WM-Kampf. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, das sehr hart an diesem Wochenende gearbeitet hat. Sie haben sichergestellt, dass wir so konkurrenzfähig wie möglich waren."

Fotoquelle: Honda

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