Gresini-Pilot Marco Simoncelli erwischte es in Kurve vier in Estoril als ersten

MotoGP 2011

— 01.05.2011

Stimmung am Boden bei den zu Boden gegangenen

Marco Simoncelli, Hector Barbera und Karel Abraham teilten in Estoril das gleiche Schicksal - Alle drei Piloten schieden nach Sturz in Kurve vier frühzeitig aus

Das dritte MotoGP-Rennen des Jahres in Estoril bot bereits auf den ersten Metern allerlei Kurzweil. Im Verlauf der ersten zwei Runden gingen gleich drei Fahrer in Kurve vier der portugiesischen Grand-Prix-Strecke zu Boden und mussten die Segel streichen.

Als ersten erwischte es mit Gresini-Pilot Marco Simoncelli direkt in der Startrunde einen der schnellsten Fahrer des gesamten Wochenendes. Der Italiener hatte die beiden Freien Trainingssitzungen am Freitag jeweils als Schnellster beendet und nahm das Rennen nach der zweitschnellsten Zeit im Qualifying aus der ersten Startreihe in Angriff.

In der ersten Linkskurve des Rennens übertrieb es Simoncelli dann aber und zeigte sich im Anschluss bitter enttäuscht. "Ausgangs der ersten Kurve gab mir der Hinterreifen eine kurze Vorwarnung", erklärte der Honda-Pilot in Gresini-Diensten. "Zudem habe ich gesehen, wie Pedrosa und Stoner vor mir schwer zu kämpfen hatten, weshalb ich nichts riskieren wollte und die dritte Kurve einen Gang höher durchfahren wollte, um keine unnötige Unruhe in die Maschine zu bringen."

"In der darauffolgenden Kurve habe ich das gleiche gemacht und darauf geachtet, dass ich nicht zu aggressiv zu Werke gehe. Am Scheitelpunkt der Kurve, als ich das Gas noch geschlossen hatte, wurde ich plötzlich aus dem Sattel katapultiert und es ging nur noch dahin. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Natürlich war es mein Fehler und ich muss in Zukunft einfach vorsichtiger sein. Es ist jammerschade, denn ich war hier sehr schnell", zeigte sich Simoncelli enttäuscht.

Barbera und Abraham eifern Simoncelli unfreiwillig nach

Aspar-Ducati-Pilot Hector Barbera erwischte es ebenfalls in der ersten Runde des Rennens an gleicher Stelle. Der Spanier äußerte sich nach seinem Sturz, der unabhängig von dem Simoncellis geschah, ähnlich wie der Italiener. "Es ist eine Schande. Angesichts unserer im Training gezeigten Performance hätten wir Rennen sicherlich gute Chancen gehabt, in die Top-8 vorzustoßen."

"Es war mein Fehler, ich habe es in der ersten Runde wohl übertrieben. Direkt vor mir befand sich eine Gruppe von Fahrern, an die ich den Anschluss nicht verlieren wollte. Rückblickend betrachtet hätte ich etwas vorsichtiger zu Werke gehen sollen, denn es war die erste Linkskurve im Rennen und die Reifen hatten noch nicht die optimale Betriebstemperatur."

Der Unfall selbst war nach Aussage Barberas etwas eigenartig. "Ohne dass mir das Motorrad die geringste Vorwarnung gegeben hätte, lag ich plötzlich auf dem Boden. Im Warmup bin ich an dieser Stelle der Strecke nahezu die gleiche Linie gefahren und es ist nichts passiert. Überhaupt hatte ich in dieser Kurve bisher noch nie irgendein Problem. Ich hatte das Gas noch nicht einmal aufgedreht, als es passierte."

Eine Runde nach Simoncelli und Barbera forderte die tückische Linkskurve vier in Estoril schließlich ihr drittes Opfer: Cardion-Ducati-Pilot Karel Abraham. Der MotoGP-Rookie aus Tschechien gab im Anschluss an seinen Sturz zu Protokoll: "In der ersten Linkskurve der Strecke habe ich einen kleinen Fehler gemacht, als ich etwas zu spät gebremst habe. Ich verlor sofort die Haftung am Vorderrad und bin gestürzt."

Der anschließende medizinische Routinecheck brachte bei Abraham lediglich eine von Schrammen gekennzeichnete Hand und ein paar angeschlagene Fingernerven zu Tage. Im Gegensatz dazu wird Leidensgenosse Barbera die Clinica Mobile auf Anraten der Ärzte am Montag ein zweites Mal aufsuchen. Beim spanischen Aspar-Piloten wurde ein angeknackster Wirbel diagnostiziert, woraufhin ihm die Belegschaft der mobilen MotoGP-Klinik einen Tag strikter Ruhe verordnet hat.

Fotoquelle: Gresini

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