Superstar Valentino Rossi hat auch in Le Mans mit der Ducati zu kämpfen

MotoGP 2011

— 13.05.2011

Rossi: "Wir verstehen das Problem immer noch nicht"

Ducati hat auch in Le Mans einen großen Zeitrückstand auf Honda - Nicky Hayden zog am Freitag Platz vier an Land, während Valentino Rossi mit der Abstimmung haderte

Ducati ist mit großen Hoffnungen nach Le Mans gereist. Beim Test direkt nach dem Estoril-Rennen wurden einige Neuheiten ausprobiert. Der erste Trainingstag hat gezeigt, dass der Abstand zu Honda immer noch sehr groß ist. Nicky Hayden kam besser zurecht als sein Teamkollege Valentino Rossi. Der US-Amerikaner fand ein gutes Gefühl für seine GP11 und reihte sich auf dem vierten Platz ein. Damit war der Weltmeister von 2006 zwar der erste Verfolger des Honda-Trios an der Spitze, doch 0,870 Sekunden Rückstand auf Casey Stoner bedeuten noch viel Arbeit.

Rossi kämpfte mit der Abstimmung und dem Fahrverhalten seiner Ducati. In der Zeitenliste schien der Italiener zwar nur auf Rang neun auf, doch der Abstand zu Hayden betrug nur knapp drei Zehntelsekunden. Positives gab es aus der Garage der Startnummer 69 zu vermelden. "Es war heute ein besserer Tag als die letzten Freitage", zieht Hayden Bilanz. "Es war erst der erste Tag, aber das Motorrad fühlte sich sofort recht gut an."

"Für das Team und mich war der Portugal-Test sehr nützlich. Wir haben uns gedacht, dass uns dort ein kleiner Schritt gelungen ist, und es scheint, dass wir das hier bestätigt haben. Das Motorrad ist etwas besser, aber es ist immer noch ein weiter Weg bis wir konstant schnell sind. Der Rückstand auf die Spitze ist auch noch ziemlich groß. Le Mans ist schwierig, weil der Asphalt nicht viel Grip bietet."

"Wir wissen, dass unser Motorrad auf der Bremse gut ist, und wie erwartet hilft uns das. Hoffentlich haben wir etwas Schwung gefunden, den wir morgen am Laufen halten." Weniger gut war die Stimmung in der Nachbarbox. Rossi hatte mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Gegen Ende des Trainings fand man eine bessere Abstimmung, aber die Zeit lief ab und man konnte nicht überprüfen, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet.

"Das Resultat ist sicher nicht positiv. Wir hätten noch fünf Minuten gebraucht, denn ich habe eine Änderung am hinteren Stoßdämpfer vorgenommen, was mir ein besseres Gefühl vermitteln soll. Ich konnte aber nur zwei Runden fahren. Mit einer oder zwei weiteren Umläufen hätte ich meine Zeit und meine Position noch verbessern können", wird Rossi von 'Autosport' zitiert.

"Wir sind immer noch viel zu weit hinten, denn wir haben beim Beschleunigen zu kämpfen. Das Motorrad ist zu nervös und bewegt sich sehr viel. Ich denke, wir haben einen Fehler beim Heck gemacht. Die Elektronik müssen wir auch verbessern. Wir müssen versuchen das Problem zu lösen, denn ich verliere viel Zeit."

"Das Problem ist, dass ich kein gutes Gefühl für den Kurveneingang habe. Das Motorrad untersteuert, weshalb ich wie eine alte Dame mit gefüllten Taschen vom Supermarkt am Rücken in die Kurven einbiege. In diesem Bereich bin ich sehr langsam und wir erwarten uns vom neuen Chassis keinen großen Fortschritt."

"Mit zwei oder drei weiteren Runden hätte ich mich um zwei oder drei Plätze verbessert, aber wir sind sowieso zu weit hinten. Wir verstehen das Problem immer noch nicht." Rossi hat mittlerweile akzeptiert, dass Honda meilenweit voraus ist. "Der Unterschied bei der Beschleunigung ist massiv. Die Honda verfügt jetzt über eine gute Abstimmung. Sie ist ähnlich wie die Yamaha sehr stabil, aber mit 20 PS mehr."

Fotoquelle: Ducati

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