Alvaro Bautista, Hector Barbera und Karel Abraham kämpften um Platz neun

MotoGP 2011

— 15.05.2011

Barbera entscheidet spannenden Vierkampf für sich

Im Kampf um die Top-10-Plätze in Le Mans hatten die Ducati-Privatiers Hector Barbera und Karel Abraham das bessere Ende für sich

Selten wurde um einen neunten Platz in der MotoGP so verbissen gekämpft wie beim Grand Prix von Frankreich am Sonntagnachmittag. Fünf Fahrer kämpften rundenlang Rad an Rad gegeneinander - und ausgerechnet der erfahrenste Pilot des Quintetts, Loris Capirossi, schied sieben Runden vor dem Ziel wegen eines Sturzes aus.

Hector Barbera setzte sich nach unzähligen Überholmanövern schließlich durch und fuhr als Neunter ins Ziel. Innerhalb einer halben Sekunde folgten Karel Abraham, Toni Elias und Alvaro Bautista, der seine schnellste Rennrunde im letzten Umlauf vergeblich drehte. "Das war vielleicht das lustigste Rennen, das ich in dieser Saison bislang gehabt habe. Es war unterhaltsam, die meiste Zeit des Rennens gegen vier andere Fahrer zu kämpfen", sagte Barbera.

"Wir haben uns ständig gegenseitig überholt", fuhr der Aspar-Pilot fort. "Ich hätte wohl noch etwas mehr erreichen können, hätte ich nicht in der ersten Runde einen Fehler gemacht. Hayden war vor mir und ich wollte ihm so lange wie möglich folgen, um mein Tempo hoch zu halten. Aber ich bin von der Strecke abgekommen und war danach erstmal Letzter. Ab da musste ich meine Strategie ändern, indem ich so gut wie möglich Plätze gutzumachen hatte."

Letztlich machte Barbera noch das Beste aus der Situation und hielt seinen Ducati-Markenkollegen Abraham knapp hinter sich. Der Tscheche freute sich trotzdem über seinen zehnten Rang. " Es war ein großartiges Rennen. Ich habe mit vier anderen Fahrern gekämpft und bin Zehnter geworden. Ich bin mit dem Rennergebnis zufrieden. Allerdings war der Abstand zwischen mir und dem Sieger größer als erwartet", sagte der Cardion-Fahrer.

Elias: Probleme mit dem Airbag

Elias war mit Platz elf hingegen nicht wirklich zufrieden. "Als ich die kleine Gruppe am Ende des Feldes anführte, glaubte ich, Aoyama einholen zu können", meinte der LCR-Honda-Pilot. "Dann wackelte mein Motorrad plötzlich, wodurch ich mit meinen Füßen gegen die Verkleidung gestoßen bin. Dadurch hat sich das Airbag-System in meiner Lederkombi aktiviert und ich konnte in den Runden danach nicht richtig fahren, bis es nachließ. Danach habe ich wieder gepusht, um die Gruppe wieder einzuholen, habe es aber nicht mehr in die Top 10 geschafft."

Vom reinen Rennergebnis abgesehen, zog Elias aber dennoch ein versöhnliches Fazit. "Da die Asphalttemperatur im Vergleich zu den Trainings niedriger war, hatten wir bezüglich des Aufwärmens der Reifen ein paar Sorgen. Aber letztlich war es gar nicht so schlimm. Unser Problem mit der Traktion im Hinterrad ist noch nicht gelöst, aber ich kann schon jetzt große Verbesserungen erkennen und möchte mich dafür beim Team bedanken", sagte der Spanier.

Suzuki-Pilot Bautista musste sich mit dem letzten Platz innerhalb dieser Vierergruppe begnügen. "Ich habe mich wesentlich konkurrenzfähiger gefühlt als in Estoril. Das Rennen war gut, um das Renngefühl zurückzubekommen. Ich hatte viele Überholmanöver auf der Bremse und habe das Rennen wirklich genossen - aber nicht das Ergebnis. Wenn mein Rhythmus besser gewesen wäre, hätte ich in die Top 10 fahren können", sagte der 26-Jährige.

Bautista leidet nach wie vor an den Folgen seines Oberschenkelbruchs, den er sich beim Saisonauftakt in Katar zuzog. "Das war in diesem Jahr mein erstes Rennen. In Estoril bin ich alleine gefahren, aber heute konnte ich mit anderen Fahrern kämpfen. Wir konnten das Rennen beenden und mehr Kilometer abspulen. Allerdings hatte ich heute nicht das selbe Gefühl wie gestern", meinte der Spanier.

"Es fühlte sich so an, als hätte ich am Kurveneingang keinen Grip am Hinterrad. Das Rad drehte stark durch und ich hatte Mühe, an der Gruppe, die um die Top-10-Plätze kämpfte, dranzubleiben", meinte Bautista. "Ich habe beim Versuch Abraham zu überholen einen Fehler gemacht, indem ich den Schalthebel berührt habe und in den Leerlauf geschaltet habe. Dadurch habe ich etwas Zeit verloren, zudem hatte ich einen kleinen Zwischenfall mit Loris und Hector. Gegen Ende habe ich versucht, die Gruppe einzuholen, aber es war sehr schwierig, sie zu überholen."

Fotoquelle: Suzuki

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