Weltmeister Jorge Lorenzo hatte keine Chance gegen die Honda-Konkurrenz

MotoGP 2011

— 18.05.2011

Lorenzo über Simoncelli: "Dani war das erste Opfer"

In Le Mans kämpfte Jorge Lorenzo vergeblich gegen die Honda-Konkurrenz - Seine Warnungen vor Marco Simoncellis Fahrweise sieht der Weltmeister bestätigt

In Le Mans bemühte sich Weltmeister Jorge Loreno und versuchte der Honda-Armada die Stirn zu bieten. Vergeblich, denn Casey Stoner, Dani Pedrosa und Marco Simoncelli waren klar schneller als der Yamaha-Pilot. In den letzten Runden kämpfte der Spanier schließlich mit Andrea Docizioso und Valentino Rossi um die restlichen Podestplätze, doch nach einem Fahrfehler musste sich Lorenzo mit Platz vier begnügen. Ohne der Situation zwischen Pedrosa und Simoncelli wäre der 24-Jährige noch weiter hinten gelandet.

"Es ist lange her seit ich das letzte Mal nicht auf dem Podium stand", schreibt Lorenzo in seinem Blog. "Das war in Japan, einem anderen kontroversen Rennen. Mir ist in Le Mans ein Fehler unterlaufen, als ich versucht habe Andrea zu überholen. Ich entschuldige mich dafür bei ihm und werde das in drei Wochen auch persönlich machen. Die 13 Punkte sind sehr positiv, denn ich habe gleich zu Beginn realisiert, dass wir zu kämpfen hatten."

"In den drei Tagen haben wir kein Mittel gegen Honda gefunden. Ich bin stolz darauf, wie wir zusammengearbeitet haben und bin mir sicher, dass wir den nächsten Schritt schaffen können. Ich bedanke mich bei meinem Team, das das Motorrad nach meinem Unfall im Aufwärmtraining wieder repariert hat. Sie haben nicht einmal eine Essenspause eingelegt."

Das große Gesprächsthema in Frankreich war der Vorfall zwischen Simoncelli und Pedrosa. Bereits in Estoril hat sich Lorenzo über die Fahrweise des Italieners beschwert. Auf der einen Seite wurde Lorenzo beispielsweise von Rossi kritisiert, der junge Piloten als "Pussys" bezeichnet hat. Auf der anderen Seite wurden Lorenzos Aussagen bestätigt, denn das harte Manöver von Simoncelli hatte die Verletzung Pedrosas zur Folge.

"Wenn Leute denken, dass ich zuviel Rede, dann akzeptiere ich das", meint Lorenzo. "Aber ich lüge nicht und verstecke nichts. Jetzt kann man leicht sagen, dass Simoncelli zu aggressiv ist. Ich wollte die Leute warnen. Im Anschluss an die Pressekonferenz am Samstag in Estoril war klar, dass er nicht verstanden hat, dass er einen Fehler gemacht hat. Weil er das nicht versteht verliert nicht nur er, sondern wir alle."

"Das fing mit Dani an. Er war das erste Opfer. Er hast null Punkte gesammelt und ein gebrochenes Schlüsselbein. Das ist eine große Strafe für einen Fahrer, der in diesem Jahr alle Zutaten für den Titelgewinn beisammen hat. Ich hoffe, dass er beim nächsten Rennen wieder dabei ist. Er verdient nicht, was ihm passiert ist."

Lorenzo geht aber noch weiter und fordert eine härtere Strafe für Simoncelli. "Meiner Meinung nach müsste man ihn für mindestens ein Rennen sperren", twitterte der Yamaha-Pilot am Montag nach dem Rennen. "Logisch wäre eigentlich, dass er solange nicht fährt bis Pedrosa wieder zu 100 Prozent fit ist. Das wäre gleichzusetzen mit dem Schaden, den er verursacht hat."

Der nächste Grand Prix findet in Barcelona statt. "Das ist mein Heimrennen. Es ist meinem Wohnort in Palma de Mallorca am nächsten. Ich erwarte eine tolle Atmosphäre und viele Fans, die auf eine großartige Show hoffen. Hoffentlich ohne Stürze. Es wird auch eine Überraschung geben, ihr werdet sehen."

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.