Der neue asymmetrische Hinterreifen hat in Le Mans gut funktioniert

MotoGP 2011

— 19.05.2011

Bridgestone mit neuem Hinterreifen zufrieden

Bridgestone hat in Le Mans auf einen neuen Hinterreifen gesetzt - Die Erkenntnisse des Rennwochenendes waren durchwegs positiv

In Franreich setzte Bridgestone zum ersten Mal einen neuen asymmetrischen Hinterreifen ein. Gummi der weichen Mischung war in der rechten Reifenschulter verbaut, extraweicher Gummi in der linken. In Le Mans gibt es mehr Rechts- als Linkkurven. Die weichere Charakteristik auf der linken Seite soll helfen, die Reifen auch auf dieser Seite leichter auf Temperatur zu bringen und diese auch zu halten. Mit Erfolg, denn abgesehen von Jorge Lorenzos Ausrutscher im Aufwärmtraining, gab es kaum Stürze, die auf die Reifen zurückzuführen waren.

Die Rundenzeiten waren auch sehr konkurrenzfähig im Vergleich zum Vorjahr. "Anhand der Zeiten und des Feedbacks der Fahrer kann ich sagen, dass der neue Reifen bei der Performance ein weiterer Schritt in die richtige Richtung war", sagt Hirohide Hamashima von der Entwicklungsabteilung der Japaner. "Die Rundenzeiten lagen vom ersten Freien Training an unter dem Rundenrekord. Das sieht man selten und macht uns glücklich."

"Natürlich liegt das nicht alleine an den Reifen, denn die Teams, speziell Honda, haben viel Entwicklung in den vergangenen Wochen betrieben. Die Reifen spielen aber eine entscheidende Rolle, um die Leistung der Maschine und der Fahrer auf die Strecke zu übertragen. Der extraweiche Gummi in der linken Flanke soll dem Fahrer ein besseres Gefühl in den ersten Runden und bei kühlen Temperaturen vermitteln."

"Am Vormittag lag die Asphalttemperatur bei 23 Grad und trotzdem war die Leistung der Reifen gut Zum Vergleich lag die Streckentemperatur am Freitagnachmittag bei 45 Grad. Die Fahrer konnten mit den gleichen Hinterreifen immer noch unter dem Rundenrekord fahren. Das bedeutet, dass der neue Reifen nicht nur schneller auf Temperatur kommt, sondern auch ein breiteres Arbeitsfenster hat."

Aus dem Fahrerlager waren auch keine Beschwerden über das neue Produkt zu hören. Bridgestone ist mit dem neuen Reifen ein Volltreffer gelungen. Es stellt sich aber die Frage, warum Bridgestone überhaupt neue Reifen entwickelt. Als Alleinausrüster gibt es keine Konkurrenz. "Wir treten gegen uns selbst an. Unser Ziel ist es, den besten Reifen zu produzieren", erklärt Hamashima. "Seit dem Reifenkrieg hat sich die Entwicklung verlangsamt, aber dieser Reifen zeigt, dass wir mit der Entwicklung nicht aufgehört haben."

"Wir hören auf die Fahrer. Wir können natürlich nicht alle ihre Wünsche erfüllen, aber es ist uns wichtig genau auf sie zu hören und unser Bestes zu geben, um unsere Produkte zu ihrem Vorteil zu verbessern. Bei Neuentwicklungen wollen wir die Sicherheit der Fahrer zu Beginn einer Einheit erhöhen. Ich kann sagen, dass unser neuer Hinterreifen das in Frankreich gewährleistet hat. Außerdem waren die Rundenzeiten im Vergleich zum Vorjahr schneller. Das unterstreicht die erfolgreiche Entwicklungsarbeit."

Fotoquelle: Honda

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