Der Japaner Shinya Nakano ist einige Runden in Motegi gefahren

MotoGP 2011

— 30.05.2011

Nakano: Motegi sollte im Juni repariert sein

Ex-MotoGP-Pilot Shinya Nakano hat die Strecke in Motegi in Augenschein genommen - Anfang Juni sollen die Reparaturarbeiten abgeschlossen sein

Der Grand Prix von Japan wurde aufgrund der Naturkatastrophe verschoben. Die Anlage in Motegi wurde durch das Erdbeben leicht beschdigt. Die Reparaturarbeiten sollten Anfang Juni abgeschlossen sein. Ob das Rennen am 2. Oktober nachgeholt wird, ist derzeit aber noch offen. Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta sagte in Le Mans, dass die Wahrscheinlichkeit bei 90 Prozent liegt, aber die Teams und Fahrer wollen nicht nach Japan fliegen. Die Situation mit der radioaktiven Strahlenbelastung sei zu ungewiss.

Ex-MotoGP-Pilot Shinya Nakano ist Teil des Promotion-Teams, das sich um die Vermarktung des Motegi-Rennens kmmert. Der Japaner hatte die Strecke direkt nach dem Erdbeben besucht und beobachtet seither die Reparaturarbeiten. "Der Promoter bat mich, die Strecke in Augenschein zu nehmen und aufgrund meiner MotoGP-Erfahrung eine Meinung abzugeben, obwohl ich eigentlich zurckgetreten bin."

"Ich machte eine erste Ausfahrt in einem Auto und es schien, als gebe es keine ernsthaften Schden", wird der 33-Jhrige von 'MotoGP.com' zitiert. "Als ich dann aber auf einer Honda CBR1000 rausging und einige Linien mit hoher Geschwindigkeit fuhr - wie in einer Rennsituation - sah ich drei Bereiche, die beschdigt waren."

"Es gab einige Unebenheiten bei den Bremspunkten fr Kurve eins und drei und eine kleine Lcke bei der Haarnadel vor der Gegengeraden. Der Promoter Mobilityland hat verschiedene Fahrer zusammengerufen, um ihre individuellen Meinungen einzuholen und es hat die Absicht, diese beschdigten Bereiche zu reparieren. Die Arbeit, um die Strecke zu sanieren, ist bereits am Laufen."

Demnchst wird die Strecke wieder in Ordnung sein. "Diese Arbeiten sollen in den ersten Juni-Tagen beendet werden. In Japan beginnt demnchst die Regen-Saison, aber ich will Mitte Juni wieder an die Strecke, um noch einmal zu fahren und eine Einschtzung zu treffen", sagt Nakano.

"Mobilityland hat auch schon die erste Sportveranstaltung angesetzt, das wird die japanische Meisterschaft am 3. Juli sein und ich werde mir die Situation natrlich ansehen. Abgesehen von der Strecke sind sowohl der Kontrollturm als auch die Tribnen in Ordnung. Es gab kleine Schden an den Glasscheiben im VIP-Bereich, der im obersten Stock der Haupt-Tribne ist, aber das ist kein groes Problem."

Die Naturkatastrophe hat Nakano schwer geschockt. Mittlerweile geht das Leben wieder seinen gewohnten Lauf. "Die Bilder der Katastrophe haben mir Kopfschmerzen verursacht", sagt er. "Es macht mir Sorgen, dass ein Nuklear-Zentrum in der Nhe ist und dass Flchtlinge in der Nhe leben."

"Aber die Stadt Motegi und die Ortschaften drum herum haben die Grundversorgung wie Wasser, Licht und Straen wieder hergestellt und die Kinder gehen jeden Tag in die Schule. Jeder in Mito und Utsunomiya lebt wie die Leute in Chiba - wo ich zuhause bin und das nahe am internationalen Flughafen Narita liegt - ganz normal. Sport-Events wie die Baseball- und Fuball-Liga haben ihre Saisonstarts wegen des Erdbebens verschoben, aber sie fhren ihre Spiele mittlerweile normal durch."

Fotoquelle: M. Thiesbrger

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