Rossi-Crewchief Jeremy Burgess hätte nichts gegen einen Verbleib der 800er

MotoGP 2011

— 01.06.2011

Burgess bedauert Rückkehr zu 1.000er-Motoren

Valentino Rossis Crewchief Jeremy Burgess hätte sich für die MotoGP-Saison 2012 mehr Stabilität gewünscht - Ducati-Wechsel nicht die größte Herausforderung

In der MotoGP-WM sind ab der kommenden Saison wieder Motoren mit bis zu 1.000 Kubikzentimetern Hubraum zugelassen. Die 800er-Ära findet damit nach fünf Jahren ein jähes Ende. Die Rückkehr zu den größeren Triebwerken wird im Fahrerlager größtenteils begrüßt, es gibt jedoch auch Personen, die den Schritt eher kritisch sehen.

Zur letzteren Gruppe gehört Jeremy Burgess, der langjährige Crewchief des neunfachen Weltmeisters Valentino Rossi. Der Australier war bereits bei Honda und Yamaha federführend für das Bike des "Doktors" verantwortlich und folgte dem Italiener in der Winterpause ins Abenteuer Ducati.

Mit Blick auf die Regeländerungen für die kommende Saison gibt Burgess gegenüber dem australischen TV-Sender 'Channel One' zu Protokoll: "Ich finde es etwas schade, dass man zurück zu den 1.000er-Motoren geht. Ich denke, dass Firmen wie Suzuki gern etwas mehr Stabilität in den Regeln vorfinden würden, sodass wir alle an einem ausgewogeneren Wettbewerb arbeiten können."

Nach Aussage Burgess' gab es bei Yamaha im vergangenen Jahr Pläne, einen V4-Motor zu bauen. "Da sich die Regeln so oft ändern, haben sie aber nicht die Ressourcen, das umzusetzen. Deshalb starten sie im nächsten Jahr wieder mit einem Reihenmotor", offenbart der Australier.

Honda-Zeit mit Doohan als größte Herausforderung

Große Veränderungen in Bezug auf das Kräfteverhältnis im MotoGP-Feld erwartet Burgess für die Saison 2012 jedenfalls nicht. "Ich denke nicht, dass es große Unterschiede geben wird. Es werden immer noch die gleichen Fahrer gewinnen. Ich hoffe, dass Valentino noch ein paar mehr Rennen gewinnen kann", blickt er voraus.

Den zusammen mit Rossi vollzogenen Wechsel von Yamaha zu Ducati stuft der Technikguru derweil noch nicht als die größte Herausforderung seiner langen Karriere ein. "Ich erinnere mich an die frühen Tage mit Mick (Doohan; Anm. d. Red.). Diese waren sehr hart. Honda hatte jahrelang keinen Titel gewonnen, aber genau diesen erwartete man von uns in den frühen 90er-Jahren."

Durch die Erfahrungen vor knapp 20 Jahren sei Burgess nun in der Lage, "mit dem Druck besser umzugehen", wie er sagt. Der Druck ist in Italien dank der historischen Paarung Ducati/Rossi zweifellos immens. Dennoch empfindet der Crewchief des italienischen Superstars seine gemeinsame Anfangszeit mit Doohan bei Honda derzeit noch als härter, schränkt aber ein: "Fragt mich noch einmal im Dezember."

Fotoquelle: Ducati

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