Pole-Position: Casey Stoner war auch in der Qualifikation eine Klasse für sich

MotoGP 2011

— 11.06.2011

Stoner: Mit neuem Rekord auf der Silverstone-Pole

Casey Stoner hält mit einem neuen Rundenrekord Marco Simoncelli in Schach - Karel Abraham schnellster Ducati-Pilot

Casey Stoner hat sich Dank eines neuen Rundenrekords auf dem Silverstone Circuit die Pole-Position für den Grand Prix von Großbritannien gesichert. Der Australier umrundete die 5,9 Kilometer lange Rennstrecke in 2:02.020 Minuten und verweis damit Marco Simoncelli (2./2:02.208) und Jorge Lorenzo (3./2:02.237) auf die Plätze.

Das einstündige Qualifying am Samstagnachmittag begann mit einer bösen Überraschung für Cal Crutchlow. Der Tech-3-Pilot stürzte bereits kurz nach Beginn des Trainings schwer. Der Lokalmatador wurde sofort ins Streckenhospital gebracht, wo ein Bruch des linken Schlüsselbeins und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Crutchlow wird beim Rennen am Sonntag voraussichtlich nicht starten können.

Wesentlich schlug sich Crutchlows Teamkollege Colin Edwards. Der Texaner hatte sich erst vor einer Woche, im Training zum Grand Prix von Katalonien, das Schlüsselbein gebrochen, geht aber in Silverstone schon wieder an den Start. Edwards qualifizierte sich als Achter für einen Startplatz in der dritten Reihe (2:04.508).

Crutchlow war nicht der einzige Fahrer, der in der Qualifikation stürzte. Toni Elias rutschte nach rund 20 Minuten über das Vorderrad seiner LCR-Honda weg und musste das Training mit seiner Ersatzmaschine fortsetzen. Dem Moto2-Champion gelang allerdings auch in der Schlussphase kein bedeutender Fortschritt und beendete das Training als 14. (2:05.862).

Dreikampf um die Pole-Position

An der Spitze zeichnete sich hingegen ein spannender Dreikampf zwischen Stoner, Simoncelli und Lorenzo um die Pole-Position ab. Weltmeister Lorenzo hatte bis 20 Minuten vor Schluss die erste Position inne, wurde dann aber von Stoner abgelöst. Sechs Minuten später schob sich Simoncelli an die Spitze, bevor weitere sechs Minuten später erneut Stoner eine Bestzeit aufstellte.

Der Honda-Werksfahrer überzeugte wie schon am Freitag vor allem im letzten Streckenabschnitt. Während der letztlich viertplatzierte Ben Spies (2:02.677) im ersten Sektor am schnellsten war, fuhr Stoner in den letzten Kurven vor der Start-Ziel-Linie in seiner eigenen Liga. Auffällig war, wie aggressiv der Australier in der Club-Kurve innen über die Randsteine abkürzen konnte, ohne dabei die Kontrolle über seine RC212V zu verlieren. Im Gegenteil, Stoner gewann so die entscheidenden Zehntelsekunden.

Enttäuschung für Rossi

Nicht nur Zehntelsekunden, sondern ganze 3,7 Sekunden fehlten Ducati-Star Valentino Rossi. Der neunmalige Weltmeister erlebte am Samstagnachmittag eine sportliche Katastrophe, indem er sich nur für den 13. Startplatz qualifizieren konnte. Teamkollege Nicky Hayden (7./2:04.304) war rund anderthalb Sekunden schneller als Rossi.

Für die größte positive Überraschung aus Ducati-Sicht sorgte hingegen Karel Abraham. Der Tscheche, den viele Experten vor der Saison stets am unteren Ende des Klassements erwartet hatten, stellte seine Desmosedici in die zweite Startreihe (6./2:04.151). Abraham fehlten allerdings bereits mehr als zwei Sekunden auf Pole-Setter Stoner.

Fotoquelle: Repsol

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