Routinier Loris Capirossi wird sein Heimrennen nur als Zuschauer erleben

MotoGP 2011

— 28.06.2011

Mugello: Capirossi muss Teilnahme absagen

Loris Capirossi wird nicht bei seinem Heimrennen in Mugello am Start stehen - Die Verletzungen von seinem bösen Sturz in Assen verlangen eine Ruhepause

Bittere Nachricht aus dem Pramac-Team: Loris Capirossi wird nicht bei seinem Heimrennen in Mugello am Start stehen. Der Italiener stürzte im Qualifying in Assen schwer und wurde dabei von seiner Ducati getroffen. Im Krankenhaus wurde eine ausgekugelte rechte Schulter festgestellt. Dazu hatte sich der Routinier zwei Rippen gebrochen. Die Schmerzen sind zu stark, um vernünftig fahren zu können. Außerdem rieten die Ärzte davon ab, weil die gebrochenen Knochen im schlimmsten Fall innere Organe verletzten könnten.

"Ich bin sehr enttäuscht und sauer", sagt Capirossi zu der Situation. "Ich hatte gehofft, dass ich bei diesem Rennen dabei sein kann, aber die gebrochenen Rippen neun und zehn und meine angeschlagene Schulter zwingen mich dazu, zum ersten Mal in meiner Karriere die weiße Flagge für Mugello zu schwenken." Ob "Capirex" im kommenden Jahr noch in der MotoGP sein wird, ist derzeit fraglich. Ausgerechnet sein Heimrennen muss der 38-Jährige auslassen.

"Es tut mir für meine Fans leid, die nach Mugello kommen. Mit dieser Strecke sind sie emotional verbunden. Ich habe gute Erinnerungen an Mugello. Ich wollte dort meine Saison wieder auf Kurs bringen. Ich muss mich jetzt mindestens zwei Wochen ausruhen. Ich versuche so bald wie möglich zurück zu sein."

In Mugello werden damit nur 16 Motorräder fahren. Der Sturz passierte, weil die linke Reifenflanke nicht auf optimaler Temperatur war. Capirossi ist das nächste Opfer der Bridgestone-Reifen, die immer mehr in die Kritik geraten. "Der Sturz ist auf meiner schnellsten Runde passiert. Ich hätte meine Zeit sicherlich noch verbessern können, der mangelnde Grip in den Linkskurven hier führte allerdings dazu, dass ich die Kontrolle über das Bike verloren habe."

Sein Teamkollege Randy de Puniet stürzte aus dem gleichen Grund im Rennen nach einer Runde. Sein Technikdirektor schimpft: "Wir erleben ständig Highsider. Vielleicht sollte man die technische Regel neu überdenken", sagt Fabiano Sterlacchini. "Zu viele Fahrer stürzen in den ersten Runden leichtfertig. Meiner Meinung nach sind das keine Zufälle. Randy hatte einen Fehler gemacht, aber er ist nicht der einzige Fahrer, der diese Art von Unfall hatte."

Fotoquelle: Pramac

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