Weltmeister Jorge Lorenzo hat vor italienischem Publikum triumphiert

MotoGP 2011

— 03.07.2011

Lorenzo schlägt Honda und feiert Sieg in Mugello

Weltmeister Jorge Lorenzo hat sich in Mugello dem Kampf gegen die Honda-Piloten erfolgreich gestellt. In der ersten Rennhälfte sah es nach einer Solofahrt von Casey Stoner aus. Der Australier wurde aber im letzten Renndrittel immer langsamer, während Lorenzo stärker wurde. Problemlos ging der Yamaha-Pilot an seinem großen Konkurrenten vorbei und gewann den Grand Prix von Italien. Valentino Rossi kämpfte im Mittelfeld.

Die Topfahrer setzten alle auf einen harten Hinterreifen. Das Tech-3-Duo und die Hinterbänkler riskierten die weiche Mischung. Beim Vorstart hatte Marco Simoncelli (Gresini-Honda) Probleme, denn seine Honda starb wieder ab. Der Italiener brachte den Motor aber wieder in Gang und konnte ganz normal in die Aufwärmrunde gehen. Stoner nutzte seine Pole und übernahm sofort die Führung. Lorenzo, Andrea Dovizioso (Honda) und Ben Spies (Yamaha) folgten auf den Plätzen. Einen Superstart hatte Toni Elias (LCR-Honda), der auf Platz sieben nach vorne kam. Dagegen fiel Rossi zurück und beendete die erste Runde nach Überholmanövern als Zwölfter.

Stoner nahm im ersten Umlauf der Konkurrenz eine Sekunde ab. Für Ducati ging es dagegen gleich schlecht los. Nicky Hayden verbremste sich in der ersten Kurve, fuhr durch das Kiesbett und fiel an die letzte Stelle zurück. An der Spitze war dagegen rasch alles klar. Stoner fuhr eine schnelle Runde nach der anderen und setzte sich ab. Dahinter duellierten sich Lorenzo und Dovizioso um Platz zwei. Simoncelli folgte als Vierter, knapp vor Spies.

Rossi kämpft sich durch das Feld

In der Verfolgergruppe ging es eng zu. Suzuki-Pilot Bautista führte eine Fünfergruppe vor Colin Edwards, Cal Crutchlow (beide Tech 3), Hector Barbera (Aspar-Ducati) und Rossi an. Der neunfache Weltmeister war der einzige dieser Gruppe, der mit einem harten Hinterreifen fuhr. Nach sechs Runden hatte sich der Superstar an den beiden Tech-3-Piloten vorbeigekämpft und verbesserte sich auf Platz acht. Die italienischen Fans auf den Tribünen applaudierten.

In Runde acht schob sich Dovizioso an Lorenzo vorbei und sorgte für eine Honda-Doppelführung. Stoner fuhr derweil überlegen und souverän an der Spitze seine Kreise. Lorenzo übte weiter Druck aus und von hinten drängte Simoncelli, der sich in Kurve eins etwas verbremste und ein paar Meter verlor. 14 Runden vor Schluss hatte sich Rossi an die Spitze der Verfolgergruppe gesetzt. Nach vorne war der Zug abgefahren, weshalb es für den "Doktor" um Platz sechs ging. Barbera auf der privaten Ducati lieferte Rossi einen harten Kampf.

Ebenfalls ein sehenswertes Duell zeigten Lorenzo und Dovizioso um Rang zwei. Der Weltmeister wollte den Honda-Piloten nicht das Feld überlassen, während "Dovi" vor heimischem Publikum ein gutes Resultat erobern wollte. Um Platz vier entwickelte sich ein weiteres Duell mit italienischer Beteiligung. Simoncelli und Spies lieferten sich einige Überholmanöver.

Stoner fällt zurück

Im letzten Renndrittel nahm das Rennen einen neuen Verlauf. Stoner wurde immer langsamer, während Lorenzo aufholte und Dovizioso im Schlepptau zog. Der Weltmeister fuhr reihenweise neue Rundenrekorde und hatte Stoner sieben Runden vor Schluss eingeholt. Die Stoner-Solo-Show war vorbei. Gleich der erste Angriff passte und Lorenzo übernahm die Führung. Auf der langen Zielgeraden hatte Honda keine Vorteile und in den Kurven lag die Yamaha besser.

Lorenzo nutzte die Vorteile seiner M1 und setzte sich mit einer entschlossenen Fahrt an der Spitze ab. Die beiden Honda-Piloten konnten nichts gegen den Spanier ausrichten. Lorenzo fuhr den Vorsprung sicher ins Ziel und feierte seinen zweiten Saisonsieg. In der WM hat der 24-Jährige nun 19 Punkte Rückstand auf Stoner. Der Australier musste sich auch seinem Teamkollegen Dovizioso geschlagen geben. Erstmals war der Italiener bester Honda-Pilot in dieser Saison.

Das Duell um Platz vier dauerte bis zur Ziellinie. Spies setzte sich im Zielsprint schließlich gegen Simoncelli durch, der weiter auf seinen ersten Podestplatz warten muss. Rossi wurde beim Heimspiel Sechster. Nach dem schlechten Start war für den Superstar nicht mehr möglich. Sein Rückstand auf Lorenzo betrug 26 Sekunden.

Barbera zeigte mit der Aspar-Ducati nach zuletzt schwierigen Rennen eine starke Leistung und belegte Position sieben. Dani Pedrosa (Honda) kämpfte sich bei seinem Comeback über die Distanz und hielt die beiden US-Amerikaner Edwards und Hayden als Achter in Schach. Hiroshi Aoyama (Gresini-Honda) fuhr ein einsames Rennen auf Platz elf, genau wie Rookie Karel Abraham (Cardion-Ducati) auf Rang zwölf.

Für Bautista ging es nach der guten Anfangsphase Rückwärts. Schlussendlich brachte der Spanier die einzige Suzuki im Feld an der 13. Position ins Ziel. Pramac-Pilot Randy de Puniet sah eine Sekunde hinter Bautista die karierte Flagge. Die enttäuschende Saison ging für Elias weiter, der langsam fuhr und abgeschlagen Letzter wurde. Pech hatte Crutchlow. Wie in Assen musste der Brite seine Yamaha bereits früh an der Box abstellen.

Fotoquelle: Yamaha

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