Colin Edwards mühte sich mit weichen Reifen über die Renndistanz

MotoGP 2011

— 03.07.2011

Tech 3: Falsche Reifenwahl für heiße Temperaturen

Colin Edwards hatte sich in Mugello für die weiche Reifenmischung entschieden, die sich als falsch herausstellte - Tech-3-Teamkollege Cal Crutchlow gab an der Box auf

Die Tech-3-Mannschaft entschied sich für den Mugello Grand Prix für die weiche Mischung. Der Poker ging allerdings nicht auf. Rookie Cal Crutchlow gab früh auf, weil er kein Vertrauen zum Vorderrad fand. Der Brite wollte keinen Sturz riskieren und auf gar keinen Fall seine Schulter verletzten. In Silverstone vor wenigen Wochen hatte er sich das Schlüsselbein gebrochen. Teamkollege Colin Edwards hielt bis zum Rennende durch. In der Anfangsphase kämpfte der Texaner in der großen Verfolgergruppe um Platz fünf.

Mit Fortdauer des Rennens fiel der Routinier bei Asphalttemperaturen von über 50 Grad immer weiter zurück und kam schließlich als Neunter ins Ziel. "Das war ein hartes Rennen. Wir haben die falsche Reifenwahl getroffen. Es war aber sehr schwierig, sich für die richtige Mischung zu entscheiden", sagt Edwards. "Ich war mit beiden Sorten schnell, aber ich spürte, dass ich mit der weichen Mischung einen Vorteil haben könnte. Ich konnte damit leichter die benötigten Rundenzeiten fahren, um an der Führungsgruppe dran zu bleiben."

"Ich habe meine Meinung aber ein paar Mal geändert, weil die Nachmittagstrainings am Freitag und Samstag praktisch ausgefallen sind. Wir wussten also nicht, wie sich der Reifen bei sehr heißen Bedingungen verhalten würden", spricht der US-Amerikaner die Schattenseiten der Regentrainings an. "Aufgrund der hohen Streckentemperaturen hatte ich nie den Grip, den ich erwartet hatte."

"Von der ersten bis zur letzten Runde hat sich das nicht geändert. Es gab keinen Leistungsabfall bei den Reifen, aber es gab nie die Haftung die ich wollte. Wir haben eine schlechte Entscheidung getroffen. Manchmal funktioniert es eben nicht. Trotzdem in den Top 10 zu sein, ist ein vernünftiges Resultat. Wir hoffen auf ein besseres Rennen in Deutschland." Darauf hofft auch sein 25-jähriger Teamkollege.

"Von der ersten Runde weg hatte ich kein Vertrauen und kein Gefühl für das Vorderrad. Ich bin ständig von der Linie abgekommen", schildert Crutchlow seine Probleme." Ich wollte mit meiner angeschlagenen Schulter nicht stürzen und hatte meine Silverstone-Verletzung im Kopf. Ich dachte, es wäre am sichersten, wenn ich an die Box komme. Ich war im Kampf um Platz sechs verwickelt und wollte mich nicht davor drücken, aber ich hatte mein Limit erreicht."

"Es tut mir für mein Team leid, denn sie haben hart gearbeitet. Ich will dieses Rennen nun hinter mir lassen und mich ganz auf Deutschland fokussieren." Teammanager Herve Poncharal war mit der Entscheidung nicht ganz glücklich. "Zum zweiten Mal hintereinander ist er an die Box gefahren. In Assen konnte man klar sehen, dass er ein Problem hatte. Seine Reifenwahl war diesmal aber genauso wie die von Colin, also habe ich erwartet, dass er draußen bleibt."

"Speziell wenn ich bedenke, an welcher Position er lag. Außerdem braucht er Erfahrung mit dem Motorrad und mit dieser Strecke. Wir lassen den Tag jetzt hinter uns und werden hoffentlich sein wahres Potenzial in Deutschland sehen."

Fotoquelle: Bridgestone

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