Bridgestone war mit den Rückmeldungen der Fahrer in Mugello zufrieden

MotoGP 2011

— 05.07.2011

Bridgestone zieht positives Mugello-Fazit

Hirohide Hamashima analysiert das Mugello-Wochenende - Der neue Asphalt und die asymmetrischen Reifen sorgten für schnelle Rundenzeiten

In Mugello fand das achte Saisonrennen statt. Freitag- und Samstagnachmittag war verregnet. Bereits das sechste Wochenende wurde in diesem Jahr vom Regengott besucht, der ein Motorrad-Fan geworden ist. Der neue Asphalt auf der italienischen Rennstrecke sorgte für guten Grip und somit schnelle Rundenzeiten. Bridgestone brachte erstmals einen asymmetrischen Hinterreifen nach Mugello. Beim Test am Montag kam außerdem eine neue Vorderradkonstruktion mit Blick auf 2012 zum Einsatz. Das Feedback der Fahrer war positiv. Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima blickt auf das Wochenende zurück.

Frage: "Wie waren die Rückmeldungen zu den asymmetrischen Hinterreifen?"
Hirohide Hamashima: "Die Aussagen der Fahrer waren positiv. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass Mugello nicht zwingend asymmetrische Reifen erfordert. Das unterstreicht der Rundenrekord von Dani Pedrosa im vergangenen Jahr auf symmetrischen Reifen. Bei symmetrischen Reifen sind beide Flanken gleich. Die Fahrer mögen allerdings die asymmetrischen Reifen und das Gefühl, das die weichere Mischung in einer Reifenschulter vermittelt. Deshalb setzten wir sie in diesem Jahr häufiger ein."

"Aufgrund der warmen Bedingungen und der Verschleißerscheinungen des Asphalts, war es nie ein Problem die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Wir hatten uns für die asymmetrischen Reifen entschieden, weil wir die Haftung erhöhen wollten und nicht wegen Sicherheitsbedenken. Die weichere linke Schulter bietet den Fahrern mehr Gefühl und Grip in den Linkskurven. In Mugello gibt es sechs Links- und neun Rechtskurven."

Frage: "Wie bewertest du den neuen Asphalt aus Reifensicht?"
Hamashima: "Der neue Asphalt macht den Kurs ebener und es gibt weniger Bodenwellen. Außerdem ist der Grip höher. Weil es weniger Bodenwellen gibt, werden die Motorräder nicht unruhig und der Reifen bleibt konstanter mit der Strecke in Berührung. Das Motorrad fühlt sich also stabiler an. Das ist ein Grund für die schnelleren Rundenzeiten. Der Asphalt bietet auch mehr Grip, der sich beim Kurventempo, in den Brems- und Beschleunigungszonen auswirkt."

"Das bedeutete, dass die Belastung für unsere Reifen höher war als im Vorjahr. Der Reifenverschleiß war aber so wie erwartet, weshalb ich zufrieden bin. Unsere asymmetrischen Reifen waren der dritte Faktor für die schnelleren Rundenzeiten. Natürlich wirkt sich der neue Asphalt viel stärker aus als eine relativ kleine Veränderung bei den Reifen."

Frage: "Was hat Bridgestone am Montag getestet?"
Hamashima: "Wir haben beim offiziellen Test eine neue Reifenmischung für den Vorderreifen getestet. Jeder Fahrer hat einen Pneu bekommen. Mehrere Piloten sind damit gefahren. Das ist wichtig für die Entwicklung der Mischungen für die 1.000er Motorräder für das kommende Jahr. Das Feedback war gut. Casey und Marco sind ihre schnellsten Rundenzeiten damit gefahren."

"Casey war Schnellster und Marco war nur um 0,096 Sekunden langsamer. Beide Zeiten waren schneller als die Pole-Position-Zeit vom Samstag. Das ist ein gutes Anzeichen für die Performance. Der Test war für uns wichtig und wir haben viele Daten gesammelt, die in das Entwicklungsprogramm der neuen Reifen einfließen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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