Casey Stoner mag es nicht, wenn ihm ein Konkurrent dicht folgen möchte

MotoGP 2011

— 06.07.2011

Stoner gegen Abraham: Knatsch beim Mugello-Test

Beim MotoGP-Test in Mugello sind Casey Stoner und Karel Abraham aneinandergeraten - Der Australier ist sauer auf den Tschechen

Es ist mittlerweile zu einem Ritual geworden: Bei Testfahrten der MotoGP behindern sich zwei Piloten auf der Strecke und beschuldigen sich anschlieend gegenseitig. Beim Test in Estoril im Mai gerieten Casey Stoner und Valentino Rossi aneinander. Bei der jngsten Probefahrt in Mugello am Montag kamen sich Stoner und Karel Abraham in die Quere.

Der Australier beschwerte sich, dass ihn der Tscheche absichtlich blockiert habe. Die Auseinandersetzung auf der Rennstrecke ging sogar so weit, dass sich beide Maschinen berhrten und mit sichtbaren Kampfspuren in die Boxen zurckkehrten. Offenbar wollte Abraham dem Trainingsschnellsten Stoner folgen, was dem Honda-Piloten wiederum nicht schmeckte.

In der letzten Kurve vor der 1,1 Kilometer langen Start-Ziel-Geraden kam es dann zum Missverstndnis: Stoner fhlte sich von Abraham blockiert, zog an ihm vorbei, um dann aber wieder vom Gas zu gehen. Der Champion von 2007 wollte den Rookie nicht gleich wieder am Hinterrad wissen. Der Cardion-Ducati-Pilot beschleunigte, fhlte sich dann aber wiederum von Stoner blockiert - es kam zum Kontakt.

"Als ich das Gas zudrehte, wurde er sauer auf mich. Das gefiel mir aber nicht, denn er war es doch, der von mir profitieren und mir meinen Vorteil wegnehmen wollte", sagt Stoner, der bei der Gelegenheit gleich zu einem Rundumschlag gegen Abraham ausholt. "Schon am vergangenen Wochenende hat er ein paar Mal nach hinten geguckt - und wenn er dich kommen sieht, gibt er Gas, fhrt auf die Ideallinie, und ich habe keinen Platz mehr."

"Beim Testen muss man jedem Platz einrumen, denn wir sind nicht da, um die schnellste Runde zu fahren, sondern um zu testen", findet der WM-Fhrende, der Abraham nicht zum ersten Mal kritisiert und zugleich ein bitterses Kompliment nachreicht. "Ich bin, um ehrlich zu sein, etwas enttuscht, denn ich bin davon beeindruckt, was er dieses Jahr leistet. Ich hatte das nicht erwartet, aber er fhrt ganz gut."

Beim kommenden Grand Prix auf dem Sachsenring mchte Stoner allerdings auf Abraham zugehen und die Sache aus der Welt schaffen. "Ich werde vielleicht mit ihm reden und schauen, ob wir es lsen und die Situation verbessern knnen", kndigt der 25-Jhrige an.

Fotoquelle: Repsol

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