Hiroshi Aoyama hält die japanische Flagge in der MotoGP hoch

MotoGP 2011

— 08.07.2011

Aoyama & Yamamoto: Zwei Japaner im Motorsport

Hiroshi Aoyama und Sakon Yamamoto sind gute Freunde haben viel Respekt voreinander - Die beiden Japaner vergleichen die Formel 1 und die MotoGP

Die Formel 1 ist die Königsklasse des Automobilsports und die MotoGP die Topklasse bei den Motorrädern. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Japaner im Spitzenmotorsport zurückgegangen. Hiroshi Aoyama ist der letzte 250er-Weltmeister der Geschichte und fährt aktuell seine zweite Saison in der MotoGP. Sakon Yamamoto fuhr insgesamt 22 Formel-1-Rennen. Beide sind nicht nur Japaner, sondern wurden von Honda gefördert. Es verbindet sie aber noch mehr, denn beide leben in Barcelona und mussten von Europa aus die schwere Naturkatastrophe in ihrer Heimat miterleben.

Obwohl die Formel 1 und die MotoGP grundverschieden sind, herrscht tiefer Respekt zwischen den beiden Fahrern. "Er macht alles, damit er gut fahren kann. Ich respektiere das", wird Aoyama von 'MotoGP.com' zitiert. Der Gresini-Pilot lebt seit acht Jahren in Barcelona. Yamamoto ist 2006 in die Metropole gezogen.

"Ich wusste ungefähr, wie die MotoGP ist, aber ich konnte es nicht glauben als ich ihn zum ersten Mal fahren gesehen habe", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot. "Ich glaube, es ist körperlich und mental sehr hart. Die Formel 1 ist ebenfalls hart, aber die MotoGP ist körperlich anstrengender. Das Rennen hängt komplett von den Fahrern ab."

"Ich kann den Motorradsport gar nicht begreifen, denn wenn man einen Fehler begeht, schlägt dein Körper auf dem Boden auf. Es ist sehr gefährlich. Als ich Aoyama das gesagt habe, meinte er, dass Autos viel gefährlicher sind, weil man nicht herausspringen kann. Er sagt, dass ich verrückt bin, aber ich finde, er ist verrückt."

Das Erdbeben und der Tsunami in Japan haben beide getroffen. "Im Norden gibt es immer noch viele Probleme", sagt Yamamoto. "Es wird noch lange brauchen, bis sich alles wieder erholt hat. Wir müssen nach vorne blicken und positiv denken." Aoyama hat von der Katastrophe auf dem Weg zum Saisonauftakt in Katar gehört und hätte beinahe nicht am Rennen teilgenommen. "Ich dachte, ich fliege lieber nach Japan."

"Aber was hätte ich tun können? Ich bin ja nur ein Fahrer. Ich dachte mir also, wenn ich mein Bestes gebe und Erfolgsnachrichten nach Japan liefere, dann könnte ich den Leuten damit helfen und sie würden sich über etwas freuen können."

Fotoquelle: Honda

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