Marco Simoncelli hofft auf dem Sachsenring auf ein Topresultat

MotoGP 2011

— 12.07.2011

Sachsenring: Mugello-Test gibt Gresini-Honda Hoffnung

Durch dem Mugello-Test sind Marco Simoncelli un Hiroshi Aoyama vor dem Rennen am Sachsenring im Aufwind und wollen vergangene Enttäuschungen hinter sich lassen

Jahrelang schien Gresini-Honda auf dem Sachsenring auf zweite Plätze gebucht zu sein. Loris Capirossi (1999), Daijiro Kato (2001), Roberto Rolfo (2002), Sete Gibernau (2005) und Marco Melandri (2006) hatten das Glück in Deutschland meist nicht auf ihrer Seite, dennoch gelangen durch Gibernau 2003 und Toni Elias 2010 auch Siege. Nach den Niederlagen der Rennen in Silverstone und Assen und dem fünften Platz in Mugello könnte Gresini-Honda-Pilot Marco Simoncelli mit einem zweiten Platz am Sachsenring 2011 aber wohl gut leben.

Genau auf diesem Platz landete der Italiener beim Mugello-Test nach dem Rennen - nur 0,096 Sekunden fehlten auf Bestzeit-Halter Casey Stoner. Seine Sachsenring-Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: Simoncelli triumphierte dort 2008 und 2009 in der 250ccm-Klasse, bei seinem MotoGP-Debüt wurde er im Vorjahr immerhin Sechster.

Simoncelli will Dramen vergessen machen

"Mugello war mit Sicherheit ein gutes Wochenende mit einem positiven Endresultat, obwohl ich damit nicht komplett zufrieden war", meint Simoncelli. "Es war wichtig, das Rennen ohne Dramen fertigzufahren, um die Fehlschläge von Silverstone und Assen hinter mich zu bringen. Der Test am Montag war auch positiv - wir probierten ein paar Lösung aus, die uns dabei helfen könnten, die Probleme aus Mugello zu lösen, wo ich aufgrund der gestiegenen Streckentemperaturen einen größeren Gripverlust als die anderen verzeichnete."

Nun fährt er zuversichtlich an den Sachsenring: "Insgesamt hat mir der Besuch in Mugello Selbstvertrauen und Motivation für das nächste Rennen in Deutschland gegeben. Ich mag den Sachsenring sehr, ich war dort in der 125er- und in der 250er-Klasse immer schnell und habe die 250er-Rennen 2008 und 2009 dort gewonnen. Im Vorjahr hatte ich ein gutes Rennen in der MotoGP, bei dem ich um den fünften Platz gekämpft habe. Es ist mein Ziel, gemeinsam mit dem Team das Beste zu geben, und zu versuchen, das Ergebnis von Mugello zu verbessern."

Aoyama gewöhnt sich an Gresini-Honda

Teamkollege Hiroshi Aoyama kehrt an diesem Wochenende nach seinem Gastspiel auf der Repsol-Honda in Assen wieder zu Gresini-Honda zurück. Nach seinem Unfall in den Niederlanden ist er bereits wieder auf dem Weg der Besserung und freut sich nach einem guten Test in Mugello auf den Sachsenring: "Nach der Erfahrung in Assen auf der Werks-Honda hatte ich ein paar Probleme, in Mugello ein Gefühl für die Gresini-Maschine zu entwickeln. Dazu kommt, dass ich mich nach meinem Crash in den Niederlanden noch sehr unwohl gefühlt habe, aber ich kam wieder auf Touren und durch die Hilfe und Hingabe der Jungs holten wir ein zufriedenstellendes Ergebnis."

Beim Test ging es in ähnlicher Tonart weiter: "Der Test am folgenden Tag war in Hinblick auf den Sachsenring viel besser. Ich verpasste das Rennen dort im Vorjahr wegen einer Verletzung, also muss ich mich an meine 250er-Zeiten zurückerinnern, als ich dort meine letzten Erfahrungen machte. Ich war 2005 auf dem Podest und gewann 2007 das Rennen, aber der Unterschied zwischen 250er-Klasse und MotoGP ist zu groß, um sagen zu können, welches Gefühl ich für die Strecke und für das Motorrad entwickeln werde."

Teamchef Gresini erwartet Topresultat

Teamchef Fausto Gresini ist erleichtert, dass Simoncelli in Mugello endlich wieder ins Ziel kam. "Das Resultat war nicht gerade das, was wir uns in der Nacht davor erhofft hatten, nachdem wir sahen, wozu er am Freitag und am Samstag im Training fähig war. Für ihn war es aber das Wichtigste, dass er das Ziel erreichte. Leider war durch die hohen Streckentemperaturen weniger Grip verfügbar und Marco konnte nicht so hart wie gewünscht pushen, aber die Zielankunft war ein notwendiger Auftrieb für ihn."

Nun erwartet er ein starkes Wochenende in Deutschland: "Wir alle kennen Marcos wahres Potenzial und er hat es einmal mehr beim Test gezeigt, als er nur von Stoner um 0,096 geschlagen wurde. Das war ein konstruktiver Test mit etwas positivem Feedback, das für das nächste Rennen am Sachsenring nützlich sein wird. Marco mag die Strecke und seine Motivation ist wirklich hoch, was darauf hindeutet, dass er sein Ergebnis in Mugello verbessern könnte. Aoyama hat sein Vertrauen in unser Motorrad in Italien wiedergefunden und obwohl era us dem Rennen nicht viel herausholen konnte, brachte er beim Test eine großartige Leistung, von der er beim kommenden Grand Prix profitieren wird."

Fotoquelle: Gresini

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