Bridgestone hat eine spezielle Reifenkonstruktion entwickelt

MotoGP 2011

— 14.07.2011

Bridgestone: Weichere Mischungen für den Sachsenring

Bridgestone hat sich auf die speziellen Bedürfnisse des Sachsenrings eingestellt - Harte Vorderreifen weichere Hinterreifen für die vielen Linkskurven

Der Sachsenring ist auch aus Reifensicht eine spezielle Herausforderung. Es geht gegen den Uhrzeigersinn und die Strecke ist nach Laguna Seca die kürzeste im Kalender. Speziell die Vorderreifen werden in den zahlreichen Linkskurven extrem belastet. Deshalb liefert Bridgestone die Mischungen hart und extrahart. Zum zweiten Mal nach Katar kommen diese Mischungen beim Vorderrad zur Anwendung. Die linke Seite des Vorderreifens wird auf dem Sachsenring so hart wie nirgendwo sonst belastet.

Beim Hinterreifen kommen wieder asymmetrische Pneus zum Einsatz. Zur Verfügung stehen die Mischungen medium und hart. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Schritt weicher. Abgesehen von der Streckencharakteristik könnte auch das Wetter wieder eine Rolle spielen. Für Freitag und Samstag sind gute Bedingungen vorhergesagt, am Sonntag könnte es allerdings kühler sein und regnen.

Das Aufwärmverhalten wird wie immer eine große Rolle spielen, speziell bei starken Temperaturunterschieden. Deshalb ist in der rechten Reifenflanke, die weniger belastet wird, die weiche Gummimischung verarbeitet, und zwar in beiden Varianten der Hinterreifen. Diese Konstruktion wurde speziell für den Sachsenring und Phillip Island entwickelt. "Wir haben uns bereits zu Saisonbeginn entschieden, weichere Mischungen nach Deutschland zu bringen", sagt Bridgestone-Manager Hiroshi Yamada. "Hoffentlich werden sie gut aufgenommen."

Hirohide Hamashima von der Entwicklungsabteilung sagt: "Der Sachsenring stellt eine Herausforderung für die Balance der Reifen dar, weil die linke Reifenflanke stark beansprucht wird. Wir sehen auf dieser Seite einige der höchsten Temperaturen des gesamten Jahres. Im Gegensatz dazu ist es für die rechte Seite relativ einfach. Die harte Mischung in der linken Flanke muss Hitzeresistent sein und darf nicht zu schnell verschleißen. Die weichere Mischung auf der rechten Seite sorgt für ein gutes Aufwärmverhalten."

"Wir haben eine spezielle Konstruktion, die wir nur in Deutschland und auf Phillip Island verwenden, um mit den Reifentemperaturen klarzukommen. In diesem Jahr bringen wir weichere Hinterreifen zum Sachsenring, die zusammen mit der speziellen Konstruktion Hitzeresistent sind. Die weichere Mischung soll das Aufwärmverhalten und die Reifenperformance maximieren. Wenn das Paket aus Fahrer, Motorrad und Reifen nicht harmoniert, dann kann die linke Flanke des Hinterreifens schnell überhitzen."

Fotoquelle: Yamaha

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