Kenny Roberts und Yamaha: Über Jahre eine überaus erfolgreiche Kombination

MotoGP 2011

— 26.07.2011

Kehrt Roberts mit eigenem Team zurück?

Kenny Roberts schließt eine Rückkehr in die MotoGP-WM als Teamchef nicht aus, solange ein entsprechendes Budgetpaket geschnürt werden kann

Kenny Roberts, dreifacher Motorrad-Weltmeister der 500er-Klasse, ist in erster Linie dank seiner Erfolge als aktiver Pilot in die Annalen der Grand-Prix-Geschichte eingegangen. In den Jahren 1978 bis 1980 holte "King Kenny" im Sattel einer Yamaha drei WM-Titel in Folge, den ersten davon in seiner Rookie-Saison.

Nach seinem Rücktritt als Pilot zum Ende der Saison 1983 war Roberts lange Jahre als Teamchef des Yamaha-Werksteams erfolgreich. Wayne Rainey holte auf der Roberts-Yamaha in den Jahren 1990 bis 1992 ebenfalls drei 500er-Titel am Stück. Im Jahr 1996 schließlich baute Roberts mit Unterstützung des malaysischen Proton-Konzerns sein eigenes Team auf.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen die übermächtigen japanischen Werksteams spannte der "King" zur Saison 2006 mit Honda zusammen. Sohn Kenny Roberts jun. fuhr mit der Michelin-bereiften KR211V im letzten Jahr der 990er-Ära zweimal auf das Podium und beendete die Weltmeisterschaft auf einem starken sechsten Rang noch vor diversen Werkspiloten. Zum Ende der Saison 2007 musste Roberts das Projekt mangels Sponsoren allerdings zu Grabe tragen.

Wie der ehemalige Fahrer und Teamchef nun offenbart, muss dies allerdings kein Abschied für immer gewesen sein. "Wenn das Geld stimmt, würde ich zurückkehren", so der US-Amerikaner im Rahmen des Grand Prix der USA in Laguna Seca gegenüber 'Reuters'. Gleichzeitig stellt er klar: "Ich bin nicht daran interessiert, nur ums Überleben zu kämpfen."

"Wir haben vier Jahre lang ohne ein vernünftiges Budget gekämpft. Ich habe meine Leute damals weiterhin angestellt, aber nur um zu überleben", so Roberts mit Blick auf die Anfangsjahre seines Teams. "Solange nichts Brauchbares absehbar ist, bin ich glücklich damit, nichts zu tun", sagt er im Hinblick auf ein mögliches Comeback des Roberts-Teams.

Die Sponsorenfrage ist für ihn dabei das A und O. "Es ist nicht so wie in Europa, wo du relativ schnell einen kleinen Sponsor findest, der dir ein kurzfristiges Engagement ermöglicht", führt Roberts aus und ergänzt: "In Amerika ist das anders. Da interessiert sich kaum einer für den Grand-Prix-Sport." Speziell die gestiegenen Kosten in der Viertakter-Ära haben potenzielle US-Sponsoren nach Ansicht des dreifachen Ex-Weltmeisters abgeschreckt.

"In den Vereinigten Staaten ist der Grand-Prix-Sport noch nicht so bei den Leuten präsent wie andere Sportarten", sagt der mittlerweile 59-Jährige. Mit Blick auf die Tatsache, dass im selbst zitierten "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ab der Saison 2013 aller Voraussicht nach drei Grands Prix stattfinden werden, ein Umstand, der sich durchaus ändern und somit möglicherweise auch für Roberts den Weg zurück auf die MotoGP-Bühne ebnen könnte.

Fotoquelle: Yamaha

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