Suzuki und Ducati bilden aktuell nur das Mittelfeld der MotoGP

MotoGP 2011

— 02.08.2011

Ducati und Suzuki erwarten bessere zweite Hälfte

Bisher hatten Ducati und Suzuki keine ernsthaften Siegchancen, sie wollen in der zweiten Saisonhälfte aber zum Angriff auf die Top 6 blasen

Mit den dominanten Hondas und Yamahas können die Ducatis und die einzige Suzuki von Alvaro Bautista dieses Jahr definitiv nicht mithalten. Casey Stoner und Dani Pedrosa haben bereits sieben Rennen gewonnen. Yamaha konnte drei Siege einfahren. "Ich würde sagen, es war einfach ein schwieriger Start", bilanziert Alessandro Cicignani, der MotoGP-Projektleiter von Ducati, gegenüber 'MotoGP.com'.

"Wir haben viel mehr erwartet, hatten aber am Anfang einige Probleme mit Valentino und seiner Schulterverletzung. Nicky fand nicht das richtige Gefühl für das Motorrad. Dann hatten wir ein paar gute Ergebnisse, besonders das erste Podium in Jerez mit Nicky und dann das Podium in Le Mans mit Vale. Aber dann hat uns im ersten Teil der Saison etwas gefehlt. Jetzt sind wir wieder zurück, denke ich", erklärt Cicignani zuversichtlich.

"Unsere Erwartung ist eine Verbesserung: Tag für Tag, Rennen für Rennen wollen wir um den Sieg kämpfen und arbeiten jederzeit hart, um dieses Ergebnis zu erreichen", erklärt er kämpferisch und fordert von allen Mitarbeitern Höchstleistungen: "Wir können nur arbeiten. Das ist der einzige Weg, den wir kennen."

Klarer Rückstand

In der Weltmeisterschaft liegt Rossi mit 108 Zählern auf Position fünf. Immerhin konnte der Italiener bei jedem Rennen Punkte holen. Teamkollege Hayden ist Siebter und damit zweitbester Amerikaner. Suzuki-Speerspitze Bautista liegt in der Tabelle lediglich auf Rang 13.

"Wir sind nicht einmal beim ersten Rennen in Katar gestartet, denn Alvaro hatte sich das Bein gebrochen", klagt Teamchef Paul Denning. "Sein Comeback in Estoril kam viel früher, als alle erwartet hatten. Aber bis er wieder komplett fit war und volles Vertrauen zum Motorrad hatte, verging viel Zeit. Erst zum neunten Lauf auf dem Sachsenring fuhr er wie in den Wintertests."

"Das Motorrad ist ziemlich gut entwickelt, Suzuki hat großartige Arbeit mit der Schwinge und dem Chassis geleistet, um die Aufwärmleistung der Reifen und das grundlegende Grip-Paket zu verbessern. Der Motor ist wettbewerbsfähig, wir müssen nur noch kleine Dinge verbessern", so Denning.

Volles Vertrauen in Bautista

"Aber der Fahrer ist noch immer ein riesiger Teil der Leistung in der MotoGP. Wenn der Fahrer körperlich verletzt oder mental nicht bereit zum Fahren ist, dann leidet die Leistung", erläutert der Suzuki-Teamchef. "Nun sind wir glücklich. Alvaro ist komplett zurück, fährt hart und aggressiv. Wir haben nur einen Fahrer, also gilt ihm all unser Vertrauen. Er ist ein Profi und er will in die vordere Gruppe und gegen Fahrer wie Simoncelli und Lorenzo kämpfen, gegen die er schon bei den 250ern fuhr."

"Wenn wir das Motorrad weiter verbessern können - und dabei ist das Vertrauen des Fahrers am Wichtigsten -, hoffen wir, dass wir in der Spitzengruppe sein können. Wir müssen noch einen Schritt gehen. Es gibt noch immer einen Unterschied zwischen den Top-6-Hondas und -Yamahas, es bleibt noch etwas zu tun, aber wir sind hier, um Rennen zu fahren, unser Bestes zu geben und zu sehen, was wir erreichen können", so Denning.

Fotoquelle: Suzuki

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