Jeremy Burgess und Valentino Rossi wollen die Desmosedici schneller machen

MotoGP 2011

— 05.08.2011

Burgess: "Fortschritte der Konkurrenz unterschätzt"

Laut Jeremy Burgess wusste Valentino Rossi, worauf er sich beim Wechsel zu Ducati einließ - Man hat aber gemeinsam die Fortschritte der Konkurrenz unterschätzt

In den ersten zehn Saisonrennen hat die italienische "Traumehe" zwischen Valentino Rossi und Ducati keine Rolle an der Spitze gespielt. Einen Podestplatz hat der neunfache Weltmeister erobert. Mit konstanten Zielankünften liegt der 32-Jährige zwar auf dem fünften Platz in der WM-Wertung, doch die Spitze ist derzeit unerreichbar. Sogar Dani Pedrosa, der drei Rennen pausieren musste, liegt in der Gesamtwertung vor Rossi. Laut Crewchief Jeremy Burgess wurde die Aufgabe nicht unterschätzt, aber man hat nicht damit gerechnet, dass die Konkurrenz solche Fortschritte machen würde.

"Ich glaube, wir haben unterschätzt, welche Fortschritte die Konkurrenz macht", wird Burgess von 'Motor Cycle News' zitiert. "Casey Stoner hat mit der Honda das Potenzial aller Fahrer erhöht. Er ist der schnellste und der beste Fahrer da draußen. Wenn er kein Pech hat, dann wäre es sehr unglücklich für ihn, wenn er nicht Weltmeister wird." Der Australier hat die Hälfte der Rennen gewonnen. Ducati hat dagegen keine Chance. Der Hersteller aus Bologna setzt im Gegensatz zur japanischen Konkurrenz auf ein Chassis aus Kohlefaser.

Auch für Technik-Guru Burgess eine neue Erfahrung. "Man geht nie davon aus, dass es leicht wird, aber Ducati hat ein Motorrad gebaut, dessen Chassis ganz anders als jenes der Konkurrenz ist. Es gibt nicht viele Erfahrungen und Informationen darüber, wie es arbeiten sollte. Wir denken darüber nach. Da Ducati sich mit niemandem vergleichen kann, sind wir in einer neutralen Position. In der Vergangenheit haben sie einen Weg beschritten, der keine konstanten Resultate produziert hat. Das war wahrscheinlich nicht der ideale Weg, wie es sein sollte."

"Wenn man sich die Resultate von Ducati in den Anfangsjahren ansieht, dann waren Loris Capirossi und Troy Bayliss für Ergebnisse in den Top 4 gut. Das Motorrad war damals wahrscheinlich konkurrenzfähiger als heute", schätzt Burgess. "Dieses Motorrad war für mich fahrbarer. Mit der Zeit sind wir mehr von dem Weg abgekommen, wie ich es bevorzuge. Jeder soll damit fahren können, nicht nur ein spezifischer Fahrer."

Seit 2003 ist Ducati in der MotoGP vertreten. Nur drei Fahrer konnten mit der Desmosedici Rennen gewinnen. Capirossi feierte sieben Siege, Bayliss einen. Der herausragende Pilot war Stoner mit 23 Triumphen und einem Weltmeistertitel.

Fotoquelle: Ducati

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