Über den Lenker wurde die Sitzposition von "Doktor" Valentino Rossi angepasst

MotoGP 2011

— 13.08.2011

Rossi: "Kann jetzt näher am Limit fahren"

Superstar Valentino Rossi startet in Brünn erstmals mit Ducati aus der zweiten Reihe - Mit Änderungen an der Vordergabel und der Sitzposition wurden Fortschritte erzielt

Valentino Rossi arbeitete auch am Samstag in Brünn an der Verbesserung seiner Ducati GP11.1. Im dritten Freien Training am Vormittag herrschten nasse Bedingungen, zum Qualifying hin trocknete die Strecke in Tschechien dann kontinuierlich auf. Schließlich eroberte der neunfache Weltmeister Startplatz sechs in der zweiten Startreihe. Das ist seine beste Platzierung in diesem Jahr. Auf Pole-Setter Dani Pedrosa (Honda) fehlten zwar 0,760 Sekunden, aber Rossi befand sich in der Gruppe mit Ben Spies, Marco Simoncelli und Andrea Dovizioso.

"Wir sind recht zufrieden, weil wir am Vormittag einige Modifikationen vorgenommen haben. Wir haben an der Frontpartie gearbeitet, speziell an meiner Sitzposition. Mir gefällt das Motorrad jetzt besser, weil ich besser sitze", berichtet der Superstar von den Fortschritten. "Das wirkt sich auf den Geraden, aber besonders in der Bremszone und am Kurveneingang aus."

Seit Jahresanfang beklagte Rossi mangelndes Gefühl für das Vorderrad. Mit der GP11.1 ist das Heck zwar besser geworden, doch die Frontpartie blieb das Problem. Jetzt scheint Ducati ein Fortschritt gelungen zu sein. "Mein Lenker vermittelt mir jetzt mehr Informationen über das Vorderrad. Damit haben wir an Agilität gewonnen. Das war ein Fortschritt."

"Das nasse Training am Vormittag war ein gutes Training. Am Nachmittag haben wir dann das gute Gefühl bestätigt. Ich kann jetzt mehr am Limit fahren. Zum ersten Mal starte ich mit Ducati aus der zweiten Startreihe. Es läuft positiv. Ich konnte meine Rundenzeit von gestern verbessern. Mit jedem Training sind wir der Spitze näher gekommen. Es ist also ein normaleres Wochenende."

Neue Teile werden erst für den Test am Montag erwartet. In den Trainings ging es in erster Linie um die Feinabstimmung des vorhandenen Materials. "Wir haben die Position des Vorderrades und den Winkel geändert, dazu auch die Position des Lenkers. Er ist jetzt höher und weiter nach vorne geneigt", beschreibt Rossi. "Ich fühle jetzt den Vorderreifen besser, denn bisher war ich am Kurveneingang zu langsam."

Viele kleine Details sorgten für den Gewinn der Rundenzeit. "Wenn ich bremse, dann fühle ich besser, was der Vorderreifen macht. Ich kann auch mehr Druck am Kurveneingang ausüben, weshalb ich näher am Limit bremsen kann. Deshalb kann ich schneller in die Kurve hineinfahren und eine bessere Linie fahren. Es ist nicht so schlecht. Ich glaube, dass wir einige Probleme gelöst haben. Wir sind aber noch nicht konkurrenzfähig genug, um zu gewinnen, aber wir kommen näher."

"Ich habe jetzt im Nassen und im Trockenen das gleiche Gefühl. Das zeigt, dass wir einen kleinen, aber klaren Schritt gemacht haben. Das ist für uns sehr wichtig. Wir starten jetzt aus der zweiten Reihe und können mit ein paar Hondas und Yamahas kämpfen. Das ist schon ein gutes Ziel."

Was ist aus der zweiten Reihe aus eigener Kraft im Rennen möglich? "Wir müssen noch für Sonntag arbeiten, denn ich brauche hinten mehr Grip und auch die Richtungswechsel müssen besser werden. Wir sind nicht so weit von der Pole-Position entfernt, nur 0,7 Sekunden auf so einer langen Strecke. Wenn wir noch zwei oder drei Probleme lösen, dann können wir morgen mitkämpfen. Wenn mir ein guter Start gelingt, dann können wir vielleicht ein gutes Rennen haben."

Im Anschluss an das Qualifying begann es wieder stark zu regnen. Am Sonntag soll es trocken bleiben, aber die Chance auf Regen besteht. "Wenn es regnet, dann bin ich glücklich, weil ich schnell bin", meint Rossi. "Sollte es regnen, dann hoffe ich, dass es konstant nass ist. Stark wechselhaft wäre ein größeres Problem. Ich bevorzuge aber trockene Verhältnisse. Sollte es regnen, wäre es kein Problem."

Fotoquelle: Ducati

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