Ducati-Star Valentino Rossi ist in Brünn der Spitze deutlich näher gekommen

MotoGP 2011

— 14.08.2011

Rossi: "Ducati ist sehr clever"

Valentino Rossi hat in Brünn mit der Ducati GP11.1 einen deutlichen Fortschritt gemacht - Obwohl der Italiener nur Sechster wurde, halbierte sich der Rückstand zur Spitze

Nach dem Qualifying für den Grand Prix von Tschechien war Valentino Rossi glücklich, denn erstmals in seiner Ducati-Karriere stand er in der zweiten Startreihe. Mit einigen Feineinstellungen gelang ein deutlicher Fortschritt an der GP11.1. Dieser bestätigte sich auch im Rennen. Mit Rang sechs erreichte der neunfache Weltmeister zwar die gleiche Platzierung wie zuletzt in Laguna Seca, doch der Abstand zu Sieger Casey Stoner (Honda) war deutlich geringer. In den USA fehlten im Ziel noch 30 Sekunden, in Brünn waren es knapp 13. Der Fortschritt ist deutlich zu sehen, weshalb der Superstar im Anschluss an das Rennen glücklich war.

"Wir sind mit dem Resultat recht zufrieden, weil wir einen Fortschritt gemacht haben. Wir haben seit Samstagvormittag Fortschritte im Regen, im Trockenen und im Qualifying gemacht, aber auch beim Renntempo. Ich bin glücklich, weil Ducati sehr clever ist. Wir haben kleine Veränderungen beim vorhandenen Material vorgenommen", sagt Rossi. "Mein Gefühl für den Vorderreifen ist viel besser. Das wirkt sich auf der Bremse und beim Kurveneingang aus. Ich kann den Vorderreifen auch besser nutzen."

Obwohl der Rückstand deutlich kleiner geworden ist, konnte 32-Jährige nicht direkt um einen Podestplatz kämpfen. "Ich wollte heute mit den Jungs vor mir kämpfen, aber leider ist mir kein guter Start gelungen. Ich habe auch Fehler bei der Aufwärmprozedur der Reifen gemacht. Deshalb hatte ich in den ersten beiden Runden Probleme mit dem Grip. In den ersten drei Runden habe ich über zwei Sekunden verloren. Anschließend bin ich ein Tempo gefahren, das für das Podium gut war, oder mit dem ich knapp ans Podium herangekommen wäre."

"Wir müssen weiterarbeiten und uns verbessern, weil Honda und Yamaha sehr stark sind. Es sieht so aus, dass wir näher dran sind. Es ist zwar nur ein sechster Platz, genau wie in Laguna, aber wir haben den Rückstand mehr als halbiert. In den letzten beiden Runden habe ich etwas nachgelassen, ansonsten wäre ich weniger als zehn Sekunden hinter Casey ins Ziel gekommen. Das ist schon viel weniger als die 30 Sekunden Rückstand, die wir mit diesem Motorrad immer hatten. Wenn man jetzt Stoner wegrechnet, dann waren wir sehr knapp am Podium dran."

Trotzdem sind noch nicht alle Baustellen an der Desmosedici behoben. "Unser Problembereich ist kleiner geworden. Das Untersteuern ist leider immer noch vorhanden und verursacht Probleme bei der Bescheunigung. Auf der Bremse und am Kurveneingang haben wir einen Fortschritt gemacht."

"Am Montag werden wir ein paar Dinge probieren, hauptsächlich an der Elektronik", blickt Rossi dem Testtag entgegen. "Wir werden das alte und das neue Motorrad noch einmal miteinander vergleichen. Das ist aber nicht sehr wichtig, denn im Moment sieht es so aus, dass wir mit der GP11.1 auf einem höheren Level sind. Hoffentlich ist das Wetter gut. Hoffentlich kommt Filippo heute Abend mit weiteren Ideen an die Strecke."

Ob Ducati an einem Aluminiumrahmen arbeitet, beantwortete Rossi folgendermaßen. "Für mich ist es eine clevere Art, wenn man an zwei verschiedenen Ideen arbeitet. Man muss auf der einen Seite kleine Dinge verändern, um die Performance zu verbessern. Aus meiner Sicht wäre es clever, wenn sich Ducati auch auf etwas anderes konzentriert, damit man langfristig einen großen Fortschritt machen kann."

Fotoquelle: Ducati

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