Valentino Rossi kann das Potenzial der Duacti GP11.1 bisher nicht voll abrufen

MotoGP 2011

— 16.08.2011

Rossi: "Haben die Drecksarbeit erledigt"

Valentino Rossi brummte der Ducati GP11.1 beim Brünn-Test reichlich Kilometer auf und sieht Anlass zur Hoffnung - Volles Potenzial noch nicht abrufbar

Ducati-Werksfahrer Valentino Rossi nahm die Arbeit beim MotoGP-Test in Brünn entgegen seiner Gewohnheit bereits in den frühen Morgenstunden des Montags auf und konnte im Verlauf des Tages schließlich 74 Runden mit der Desmosedici GP11.1 abspulen. Nach Ansicht des Italieners wurden dabei wichtige Erkenntnisse gesammelt, der Stein der Weisen aber noch nicht gefunden.

"Für uns war es ein langer und schwieriger Tag", sagt Rossi. "Wir haben eine Reihe verschiedender Einstellungen probiert, uns aber nicht auf die Rundenzeiten konzentriert." Im Schlussklassement des Brünn-Montags belegte Rossi insgesamt Platz zehn, wobei die Honda-Werksfahrer Casey Stoner und Dani Pedrosa sowie das Yamaha-Duo Jorge Lorenzo und Ben Spies im Unterschied zu den Ducati-Piloten Rossi und Nicky Hayden mit den 1.000er-Motorrädern auf der Strecke waren.

Im "800er-Klassement" belegte Rossi mit einer halben Sekunden Rückstand auf die Zeit von Lorenzo Platz sechs. Der Spanier fuhr am Testtag sowohl die 1.000er-Yamaha als auch die aktuelle M1 mit einem überarbeiteten 800er-Motor.

Fokus auf Geometrie und Gewichtsverteilung

Das Hauptaugenmerk der Ducati-Truppe rund um Rossi wurde im Rahmen des Tests auf die Geometrie der GP11.1 sowie die Gewichtsverteilung gelegt. "Wir haben viel an der Geometrie des Rahmens gearbeitet und dabei mit verschiedenen Winkeln experimentiert. Zudem haben wir einige weitreichende Modifikationen in Bezug auf die Gewichtsverteilung probiert", so der "Doktor".

Rossi ist sich sicher, dass "die gegenwärtigen Probleme gelöst werden können", bisher sei es dem Team aber noch nicht gelungen, alle Verbesserungen zusammenzubringen. Dies sei letztlich auch der Grund, warum man in puncto Rundenzeiten derzeit noch zurückliegt. "Wir sind derzeit noch nicht besonders schnell. Dennoch war es ein guter Test, denn wir konnten den Ingenieuren viele wertvolle Daten liefern. Nun müssen sie sich an die Arbeit machen. Hoffentlich können wir dann einige der Zweifel an der GP11.1 ausräumen."

"Der Test war sehr wichtig, da die Ducati-Ingenieure Interesse daran haben, wie sich bestimmte Veränderungen auswirken", erklärt Rossi und fügt mit einem Lachen an: "Wir haben heute die Drecksarbeit erledigt."

Als positive Erkenntnis stellt der Italiener speziell Fortschritte im Einlenkverhalten und in puncto Hinterrad-Grip heraus: "Wir konnten hier wichtige Daten sammeln, wie wir das Bike leichter um die Kurven bekommen und auch darüber, wie wir den Grip am Hinterrad verbessern können", so Rossi.

Nun müsse das Team alle Daten zusammentragen und weitere kleine Schritte unternehmen. Dafür sind nach Ansicht des Italieners weitere neue Teile von Nöten. "Wir hatten hier beim Test keine neuen Teile dabei, da wir diese bereits am Rennwochenende erstmals verbaut haben. Wir haben uns dazu entschieden, nicht bis Montag zu warten, was die richtige Entscheidung war, denn wir konnten am Wochenende einen Schritt vorwärts machen."

Weitere neue Teile notwendig

In diesem Zusammenhang macht der Ducati-Pilot deutlich, dass die Testarbeit am Montag nicht im Hinblick auf das anstehende Rennen in Indianapolis vollzogen wurde, sondern für die weitere Zukunft. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Das ist nicht in einer Woche erledigt", sagt er.

"Beim Test haben wir lediglich versucht, das Bike zu verstehen. Für die Zukunft brauchen wir aber weitere neue Teile", stellt der neunfache Weltmeister klar. Welche ihm dabei vorschweben und ob Ducati tatsächlich eine Rückkehr zum Aluminium-Rahmen erwägt, darüber wollte Rossi keine Auskunft geben.

Im Hinblick auf das kommende Rennen in Indianapolis erwartet Rossi ein schwieriges Wochenende. "Indy wird für uns nicht einfach werden. Es ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke, aber wir werden es versuchen", sagt er und blickt der weiteren Zukunft optimistischer entgegen: "Auch wenn das Ergebnis an diesem Wochenende das gleiche war wie bei den Rennen zuvor, so waren wir hier doch wesentlich näher an der Spitze dran. Wir konnten sowohl im Training als auch im Rennen angreifen und waren nicht weit vom Podium weg", streicht Rossi heraus.

Fotoquelle: Ducati

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