Jorge "Aspar" Martinez setzt insgesamt sechs Motorräder in der WM ein

MotoGP 2011

— 21.08.2011

Martinez zieht Bilanz über seine Teams

Jorge Martinez setzt das größte Team in der Motorrad-WM ein - Mit der MotoGP und der 125er-Klasse ist "Aspar" zufrieden, aber die Moto2 bereitet Sorgen

Jorge "Aspar" Martinez unterhält das größte Team im Fahrerlager. In allen drei Klassen ist der Spanier vertreten. Zwischen den Trainings muss der Spanier deshalb immer seine T-Shirts wechseln, um farblich passend gekleidet zu sein. Am besten läuft es bei den 125ern. Nicolas Terol führt mit fünf Siegen die WM an und ist klarer Titelfavorit. Sein Teamkollege Hector Faubel hat ebenfalls schon ein Rennen in diesem Jahr gewonnen. Youngster Adrian Martin befindet sich auf einer steilen Lernkurve.

In der Moto2 wurde Julian Simon vor der Saison als Titelkandidat gehandelt. Der Spanier konnte aber bislang nicht an diese Erwartungen anknüpfen und musste aufgrund eines schweren Beinbruchs auch eine Pause einlegen. Mehrere Fahrer wechselten sich auf den beiden Suter-Motorrädern ab. In Argon bekommt Elena Rosell ihre zweite Chance. In der MotoGP gibt Hector Barbera auf einer Ducati für Aspar Gas.

"In der MotoGP ist die Gesamtperformance positiv. Wir sind Elfter in der WM-Wertung. Es sind nur zwei Privatiers vor uns", spricht Martinez Hiroshi Aoyama (Gresini-Honda) und Colin Edwards (Tech-3-Yamaha) an. "Wir wollen die Saison in den Top 10 beenden, Das wäre optimal. Es ist erst unser zweites Jahr in der MotoGP und Barbera und das Team wachsen. Abgesehen von England und Holland hat sich Hector kontinuierlich verbessert. In Deutschland ist er wahrscheinlich sein bestes MotoGP-Rennen gefahren. Wir wachsen und sind dabei."

Die größte Freude hat Martinez in der Achtelliterklasse, denn Terol ist meist der schnellste Mann. "Nicos Leistung ist exzellent. Selbst mit dem Pech in Assen und Brünn führt er die WM an. Von Faubel habe ich mir mehr erwartet. Zu Saisonbeginn ist er gut gefahren, trotz Motorproblemen im ersten Rennen und den beiden Stürzen anschließend. Hoffentlich hat ihm der Sieg auf dem Sachsenring den nötigen Schub gegeben. Von Adrian habe ich auch mehr erwartet. Er ist gute Rennen gefahren, aber auch oft gestürzt."

Bleibt das Sorgenkind Moto2. "Dort haben wir eine schwierige Saison", sagt Martinez. "Julian lag in Barcelona auf dem zweiten WM-Platz und auf Rang zwei im Rennen. Sieben Runden vor dem Schluss war dann alles vorbei. Unsere Saison war im Eimer." Der Spanier wurde von Kenan Sofuoglu abgeräumt und brach sich das Bein mehrfach. "Dann gab es noch den Fahrerwechsel mit Jordi Torres. Wichtig ist, dass sich Julian körperlich komplett erholt, denn es war eine schwere Verletzung."

"Jordi ist so wie erwartet - unerfahren, aber schnell." Rosell konnte sich in Assen nicht für das Rennen qualifizieren. Das Wochenende war vom Wetter stark beeinträchtigt. In Aragon wird sie die nächste Chance bekommen. "Sie wird Anfang September in Aragon testen und anschließend in der spanischen Meisterschaft fahren", erläutert Martinez den Plan. "Dann wird sie in der WM fahren. Sie wird also auf der gleichen Strecke dreimal unterwegs sein."

"Anschließend wird sie die Saison in der spanischen Moto2-Meisterschaft beenden und damit weitere drei Rennen erhalten. Beim Wildcard-Auftritt wird es externe Unterstützung durch das Laglisse-Team geben. Ich möchte Jordi nicht fallenlassen, weil er sich sehr gut schlägt."

Die Planungen für die kommende Saison laufen. Martinez würde gerne in der MotoGP ein zweites Motorrad einsetzen, idealerweise für Simon. "Wir arbeiten seit einiger Zeit daran, aber wir müssen warten und uns die beste Möglichkeit überlegen." Dafür soll Terol nicht in der neuen Moto3 fahren, sondern in die Moto2 aufsteigen. "Das ist die Idee, aber es liegt noch eine lange Saison vor uns", meint Martinez. "Ich wünsche ihm Glück für den WM-Kampf. Der Titel wäre für den Aufstieg gut."

Fotoquelle: Aspar

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