Shuhei Nakamoto kennt sein Budget für 2012 noch nicht - Verhandlungen stocken

MotoGP 2011

— 25.08.2011

Honda will auch 2012 sechs Fahrer ausrüsten

HRC-Boss Shuhei Nakamoto plant mit sechs MotoGP-Prototypen für 2012 - Marco Simoncelli und Andrea Dovizioso sollen gehalten werden

Auch wenn die Honda-Konzernspitze das MotoGP-Budget für 2012 noch nicht bewilligt hat, geht HRC-Chef Shuhei Nakamoto davon aus, dass Honda auch in der kommenden Saison mit sechs Fahrern antreten wird. Allerdings sind die Verhandlungen mit allen Interessenten zuletzt etwas ins Stocken geraten, da Nakamoto derzeit keine festen Zusagen machen kann. Für die kommende Saison sind lediglich Casey Stoner und Dani Pedrosa bestätigt, da ihre Verträge jeweils bis Ende 2012 gelten.

"Aber wir sprechen auch mit Marco und Andrea, sowie mit einigen der neuen Teams, die Honda-Maschinen haben wollen", sagt Nakamoto. "Ich bin mit Marco und Andrea sehr zufrieden, ich möchte beide behalten. Aber ich kann dazu noch nichts sagen, da ich noch warte und versuche, für sie das Budget aufzutreiben." Besonders Simoncelli muss sich in den kommenden Rennen beweisen. Der 250er-Weltmeister von 2008 sei zwar schnell, aber im Hinblick auf eine ganze Renndistanz und eine gesamte Saison noch längst nicht gut genug.

Grundsätzlich hält Nakamoto aber große Stücke auf Simoncelli. "Die Meisterschaft mit Dani zu gewinnen ist seit langem der Traum von vielen HRC-Mitarbeitern. Ich möchte diesen Traum erfüllen. Aber wenn wir über einen künftigen Champion sprechen, dann ist das Simoncelli. Deshalb haben wir ihn im vergangenen Jahr verpflichtet."

Zu den gleichen Konditionen wie in dieser Saison könne man nicht noch einmal vier Werksfahrer beschäftigen. "Wir bemühen uns um das gleiche Budget wie in diesem Jahr, aber der Autoabsatz ist bei Honda um 30 Prozent eingebrochen. Diese Zahlen bedeuten für den Honda-Konzern einen großen Schaden."

Die gesunkenen Absatzzahlen in der Automobilabteilung von Honda sind auch mit den Folgen des Tsunamis begründet, der im März Teile der japanischen Ostküste verwüstete. Dadurch wurden Produktionsstätten teilweise lahmgelegt, deren Wiederaufbau Zeit und Ressourcen kostete. "Aufgrund der durch den Tsunami verursachten Probleme, steht das Budget der Honda Motor Company noch nicht fest. Normalerweise kennen wir immer spätestens im August unser Budget, aber in diesem Jahr verzögert sich alles. Dies ist eine schwierige Situation, um mit Fahrern zu verhandeln", erklärt Nakamoto.

Trotz der ungünstigen Umstände, unter denen alle japanischen Hersteller mehr oder weniger stark zu leiden haben, soll das Starterfeld in der kommenden Saison wachsen. "Soweit ich weiß plant kein Hersteller, die Anzahl seiner Prototypmaschinen zu reduzieren", sagt Nakamoto. "Wir bei Honda können im kommenden Jahr sechs Maschinen anbieten, sofern so viele gewünscht werden. Sprich, wenn die Interessenten über ein ausreichendes Budget verfügen."

Zu Jahresbeginn werden sich die Werks- von den Kundenmaschinen kaum unterscheiden. "Aufgrund der neuen Regularien können wir nur eine Spezifikation anbieten, nicht zwei oder drei", kündigt Nakamoto an. "Die Satellitenteams werden also die selbe Spezifikation wie das Werksteam erhalten. In diesem Jahr besteht der einzige Unterschied zwischen den Werks- und den Kundenmotorrädern im Getriebe." Dieses Getriebe könne in der kommenden Saison auch von Kundenteams gekauft werden. "Aber das ist nicht gerade billig. Es ist viel teurer als mein Haus", scherzt der Japaner.

Fotoquelle: Honda

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