Die Charakteristik der 1.000er kommt Cal Crutchlows Fahrstil entgegen

MotoGP 2012

— 17.04.2012

Crutchlow: Der Abstand wird wachsen

Der Brite hofft, dass Yamaha die Weiterentwicklungen an Tech 3 weiterreicht, geht aber eher davon aus, dass der Abstand zu den Werkspiloten wachsen wird

Cal Crutchlow war eine der großen Überraschungen des MotoGP-Saisonauftakts in Katar. Der Brite, der bereits bei den Vorsaisontests eine ordentliche Vorstellung ablieferte, qualifizierte sich als Zweiter und schloss das Rennen als Vierter ab. Damit war er sowohl im Qualifying als auch im Rennen bester Nicht-Werksfahrer und erntete viel positive Kritik. "Die Reaktion der Presse war gut und die Leute haben sich gefreut", wird er von 'MotoGP.com' zitiert.

Trotz der Euphorie in England geht Crutchlow nicht davon aus, bei den kommenden Rennen die Spitze erneut aufzumischen, auch wenn er über das Abschneiden in Katar überrascht war: "Nach den Tests habe ich erwartet, dass wir es unter die Top 6 schaffen. Ich hätte nicht gedacht, dass Dovi und ich so weit vor der Gruppe hinter uns liegen. Andererseits hätte ich nicht gedacht, dass wir so weit hinter den Top 3 zurückliegen."

Kann Tech 3 das Level halten?

"Ich gehe nicht davon aus, dass wir in Schlagdistanz zur Spitze sind, nur weil ich Vierter wurde. Es ist noch ein weiter Weg und man weiß nicht, ob man nicht beim nächsten Rennen nur noch Zehnter ist", warnt er und betont: "Wir waren nicht auf Werksmaterial unterwegs. Die einzigen, die uns geschlagen haben, hatten Werksmaterial."

Dennoch bleibt Crutchlow realistisch: "Hätte ich die Jungs an der Spitze mit Werksmaterial geschlagen? Vermutlich nicht." Einen Unterschied zwischen der M1 des Werksteams und der von Tech 3 gab es selbst beim Saisonauftakt. "Man muss bedenken, dass Dovi und ich nicht die Motorräder hatten, wie Jorge und Ben", gibt Crutchlow zu bedenken.

"Ich hoffe nicht, dass Katar wie im Vorjahr und den Jahren zuvor die Strecke ist, auf der die Abstände am geringsten sind, weil wir aus technischer Sicht nicht allzu weit von den Werksteams entfernt sind. Sie haben ein endloses Budget und können weiterentwickeln. Wir beginnen das Jahr mit scheinbar ähnlichem Material", schildert er.

"Sie sind ein kleines bisschen voraus, was ja auch in Ordnung ist, weil sie ja das Werksteam sind. Ich hoffe aber nicht, dass sie weiterentwickeln und wir nicht profitieren. Dann würde die Lücke immer größer werden und wir müssten härter fahren", blickt der Brite voraus. Podestplätze hält Crutchlow für möglich: "Ja, das denk ich schon. Wo und wann weiß ich nicht, doch ich habe immer gesagt, dass ich anstrebe, an der Spitze der Satellitenfahrer zu sein. Wenn ich ein paar Werkspiloten schlagen könnte, wäre ich sehr glücklich."

Zu wenig Erfahrung in Jerez

Als nächstes steht das Rennen in Jerez an. Den Kurs in Spanien mag Crutchlow auf Grund seiner geringen Erfahrung nicht besonders: "Jerez ist eine schwierige Strecke für mich, weil ich dort erst zwei Mal war. Ich bin im vergangenen Jahr das Rennen gefahren und habe dieses Jahr beim Vorsaisontest teilgenommen. Der Test lief gut, doch das Rennen wird sicher etwas anders werden."

"Ich denke, dass das Rennen härter wird als der Test. Es geht darum, den Kurs gut zu kennen und wenn die anderen schon seit zehn Jahren dort fahren, ist es schwierig", erklärt er. "Ich denke, Estoril wird gut für mich werden. Der Kurs hat mir im vergangenen Jahr sehr gut gefallen. Ich möchte nicht sagen, dass Jerez mir nicht liegt, doch es ist meine Lieblingsstrecke."

Fotoquelle: RACE-PRESS.com

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