Bei Yamaha konnten Valentino Rossi und Giacomo Agostini noch Erfolge feiern

MotoGP 2012

— 15.04.2012

Agostini über Rossi: "Alles hängt von den Resultaten ab"

Motorrad-Legende Giacomo Agosini macht sich Gedanken über die Probleme seines Landsmannes Valentino Rossi - Die mentale Seite ist sehr wichtig um schnell zu sein

Die schwache Leistung von Valentino Rossi beim Saisonauftakt der neuen MotoGP-Saison in Katar hat weite Kreise gezogen. Der neunmalige Weltmeister war beim Nachtrennen meilenweit von der Spitze entfernt. Mit 79 Siegen ist der Italiener der erfolgreischste Fahrer der Königsklasse. Wann der nächste Triumph folgen wird, steht in den Sternen. Wenn man alle Klassen zusammenzählt, dann bringt es der 33-Jährige auf 105 Siege und rangiert damit hinter seinem Landsmann Giacomo Agostini (122) auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Über Jahre hatte es den Anschein, dass Rossi auch diese Marke knacken kann, doch danach sieht es derzeit nicht aus.

Im Anschluss an das Rennen tat Rossi seinen Frust im italienischen Fernsehen kund und meinte unter anderem, dass er die Ducati nicht fahren kann. "Ich habe eine Rede wie diese erwartet", wird Agostini von 'GPOne.com' zitiert. "Die Erwartungen waren groß und die Enttäuschung ist wichtig. Wenn alles gut läuft, dann sind alle gute Freunde, das ist normal. Wenn es aber falsch läuft, dann fangen die Probleme an. Es hängt alles von den Resultaten ab. Wenn sie gewinnen, dann werden alle wieder gut miteinander auskommen."

Bei Rossi kommt auch die mentale Seite hinzu, denn in seiner langen Karriere konnte er mit Ausnahme von 2011 jedes Jahr mindestens ein Rennen gewinnen. Nach dem Übergangsjahr bei Ducati sind auf der Strecke dennoch keine Fortschritte gelungen. "Wenn die Performance nachlässt, dann ist es traurig, aber unumgänglich. Als Fahrer ist es schwierig, das zu realisieren und zu akzeptieren", meint Agostini.

"Man verliert vielleicht nur zwei Zehntelsekunden pro Runde, aber man stellt dann das Motorrad und das Equipement in Frage. Man darf nicht vergessen, dass Valentino zwar nicht alt ist, aber er hat schon eine lange Karriere hinter sich, die er im jungen Alter begonnen hat. Es ist wie eine Orange. Man presst sie aus und dann ist irgendwann kein Saft mehr da. Die mentale Komponente ist sehr wichtig für die Performance. Wenn man enttäuscht ist oder die Motivation verliert, dann wird es schwierig", weiß Agostini.

Eine der Gerüchte der vergangenen Wochen lautete, dass Rossi Ducati verlassen könnte und ein eigenes Privatteam aufmachen will. Mittlerweile hat der "Doktor" klargestellt, dass er bei dem italienischen Hersteller bleiben wird. Agostini würde Rossi nicht zu einem eigenen Team raten: "Als Privatfahrer ist es schwierig, weil wenn man einmal die Unterstützung eines Werkes hatte, wäre das ein Schritt zurück. Hersteller verfügen über Ressourcen, die ein Privatteam nie haben kann, weder am Rennwochenende noch bei der Entwicklung."

Fotoquelle: Yamaha

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