Bridgestone war mit dem MotoGP-Saisonauftakt in Katar sehr zufrieden

MotoGP 2012

— 09.04.2012

Bridgestone: Weniger Reifenverschleiß als befürchtet

Der große Einbruch am Rennende durch verschlissene Reifen bleibt aus - Fahrer äußern sich positiv über die neuen Reifen, sind sich aber nicht vollkommen einig

Mit neuen Reifen hat sich Bridgestone in dieser Saison ein besseres Aufwärmverhalten zum Ziel gemacht. Durch eine weichere Karkasse haben die Piloten in den ersten Kurven deutlich mehr Transparenz erhalten. Für den Saisonstart hatte der japanische Reifenhersteller drei verschiedene Vorderreifen (weich, mittel und extra hart) sowie zwei verschiedene Hinterreifen (mittel und hart) vorgesehen. Die Bedingungen am Renntag waren gut. Die Umgebungs- und Streckentemperatur lag bei etwa 26 Grad Celsius.

Im Training stellte ein Großteil der Fahrer bereits zeitig klar, dass im Rennen nur der harte Hinterreifen in Frage kommt. Im Rennen entschied sich neben den CRT-Piloten Mattia Pasini, James Ellison und Danilo Petrucci auch Gresini-Pilot Alvaro Bautista für die weichere Variante. Bei den Vorderreifen waren sich mit Ausnahme von Michele Pirro alle einig und setzten auf den extra harten Vorderreifen.

Konstanter als erwartet

Das von einigen Fahrern befürchtete Einbrechen der neuen Bridgestone-Reifen gegen Rennende blieb aus. Einige Fahrer fuhren sogar in ihrer letzten Runde die persönlich schnellste Runde des Rennens, was Shinji Aoki, den Leiter der Motorsport-Entwicklungsabteilung, positiv stimmt: "Ich bin über die Konstanz der Rundenzeiten des gesamten Feldes erfreut. Es hat sich gezeigt, dass unsere neuen Spezifikationen vorhersehbar abbauen. Lorenzo konnte jede Runde des Rennens in einer Minute, 56 Sekunden und ein paar Sekundenbruchteilen fahren, was sehr erfreulich ist."

"Einige Fahrer haben sich für den weicheren Hinterreifen entschieden und besonders Alvaro Bautistas gute Leistung hat gezeigt, dass es für einige Fahrer durchaus eine Vielzahl an Optionen gibt", berichtet Aoki. "Zudem war es ein Beweis dafür, wir gut die asymmetrische Konstruktion auf dem Losail Circuit funktioniert."

Hiroshi Yamada, Leiter der Bridgestone-Motorsportabteilung war vom spannenden Rennen begeistert: "Ich möchte Jorge und Yamaha zu einem verdienten Sieg gratulieren. Ich bin sehr froh, Zeuge eines so spannenden Wettbewerbs mit engem Rennsport zwischen den ersten drei Piloten sein zu können. Auch um Platz vier und Platz sechs wurde es eng. Die Leistungen der CRT-Bikes in ihrem ersten Rennen waren ebenfalls vielversprechend. Unsere neue Reifenspezifikation hat über die Renndistanz gut funktioniert. Insgesamt war es also ein positives Rennen für Bridgestone."

Kein einheitliches Feedback der Fahrer

Die Fahrer selbst sind sich nicht so richtig einig über die neuen Reifen. Sieger Lorenzo ist der Meinung, dass der Hinterreifen stark abbaute, man durch den leeren Tank aber später bremsen kontte und die Zeiten deshalb so konstant waren. Dani Pedrosa hingegen beobachtete keinen allzu großen Reifenverschleiß. Dessen Teamkollege Casey Stoner hatte Mitte des Rennens sogar ein besseres Gefühl als im Qualifying.

"Der Hinterreifen ist komplett anders als der aus dem Vorjahr", analysiert Sieger Lorenzo. "Ab der dritten Runde ist man meist quer unterwegs. Das Tempo fällt aber nicht allzu sehr, weil man mit einem leeren Tank später bremsen kann. Das Tempo ist im Rennen also durchgängig gleich. Man muss aber am Kurvenausgang vorsichtig sein und sehr gefühlvoll Gas geben. Sonst kann es in einem heftigen Abflug enden. Es macht Spaß, weil wir Fahrer gerne rutschen. Man muss der Traktionskontrolle vertrauen."

"Meine erste Runde war der letzten recht ähnlich, die wohl meine schnellste Runde war", berichtet Pedrosa. "Ich denke, dass die Reifen recht konstant sind. Sicher drehen sie mehr durch als vorher. Sie verursachen auch viel mehr Chattering als zuvor." Trotz des noch immer ungelösten Honda-Problems machte das Rennen dem Spanier Freude: "Es macht Spaß. In einigen Kurven sieht man, dass die Fahrer gut durchkommen, in anderen haben sie ein paar Probleme. Am Kurveneingang bewegt sich der Reifen ab und zu. Bisher war es aber gut."

"Am Ende haben sie schon nachgelassen", bilanziert Stoner. "Die Haftung auf der Reifenkante war definitiv geringer. Sowohl am Kurveneingang als auch im Scheitel rutschte das Motorrad mehr. Doch wenn man das Motorrad wieder aufrichtete wurde die Traktion durch die Gewichtsverteilung mit dem Rennen immer besser."

"Besonders in Kurve elf, der langen Haarnadel, hatte ich Mitte des Rennens das bisher beste Gefühl. Es war noch besser als im Qualifying. Ich hatte im dritten Sektor das bisher beste Gefühl. Vielleicht lag es auch daran, dass ich auf Grund meines Arms nicht mehr so aggressiv war. Ich bin runder gefahren, was vielleicht besser ist. Davon kann ich lernen. Nach vier oder fünf Runden haben die Reifen etwas nachgelassen, waren dann aber bis zum Rennende recht konstant", so Stoner.

Fotoquelle: xpb.cc

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