Das Dreamteam Rossi/Burgess kämpft seit über einem Jahr um den Anschluss

MotoGP 2012

— 10.04.2012

Burgess: Rossi ist nicht mehr der Beste

Valentino Rossis Saisonauftakt glich einem Desaster - Crewchief Jeremy Burgess: "Ab einem gewissen Punkt im Leben ist man nicht mehr so gut, wie man einmal war"

Mehr als zwei Sekunden Rckstand im Qualifying, Platz zehn im Rennen und die Gewissheit, dass Teamkollege Nicky Hayden in allen Sessions schneller war - Valentino Rossis Wochenende in Katar glich einer Katastrophe. Der einstige MotoGP-Superstar tappt auch 2012 im Dunkeln: Er fhrt mit alten Reifen schneller als mit neuen und hat groe Mhe, den restlichen Prototypen der MotoGP zu folgen. Ohne den Ausfall von Karel Abraham und die Probleme von Ben Spies wre Rossi Letzter der zwlf Prototypen geworden.

Es scheint, als ob Rossi langsam die Motivation verliert. Die nchterne Saison 2011 hat zweifellos an der Substanz des neunmaligen Weltmeisters genagt. Der Kampf um Mittelfeldpltze ist sicher nicht das, was Rossi sich nach dem Wechsel zu Ducati erhofft hatte. Selbst wenn es in Katar "gut" gelaufen wre, htte sich auch 2012 nichts an dieser Zielstellung gendert.

Fehlt Rossi die Motivation?

"Ich denke nicht, dass er gedacht hat, einen Podestplatz zu erreichen. Wir wren in der Gruppe um Nicky und Bautista gewesen. Darber wre er auch nicht froh gewesen, weil das nur die Pltze sechs und sieben waren", wird Rossis Crewchief Jeremy Burgess von 'MotorCycleNews' zitiert.

Burgess gibt sich keinen Illusionen hin: "Das ist unser Tempo. Wir mssen uns an den Piloten davor orientieren, die weitere zehn Sekunden vor uns liegen. Wir sind die gleichen Zeiten wie die Gruppe um Nicky gefahren, aber nicht besonders viel schneller als das."

Offen ist nach wie vor, warum der "Doktor" so groe Probleme mit neuen Reifen hatte. "Es wurde besser, je weniger Grip da war. Eine 1:57.1 ist aber immer noch deutlich zu langsam im Vergleich zu den Jungs an der Spitze", schildert der Crewchief des Italieners. "Im Eifer des Gefechts wre es vielleicht zwei Zehntelsekunden schneller gegangen, wenn er gegen jemanden gekmpft htte, doch mehr auch nicht."

Burgess mit harten Worten

Nachdem viel ber das Einsatzgert diskutiert und technisch viel probiert wurde, sucht Burgess die Fehler mittlerweile bei Rossi. Im Gesprch mit 'Fox Sports' gibt der Australier zu, dass er seinen Schtzling nicht mehr fr den besten Pilot im Feld hlt. "Er ist ein Realist", erkennt Burgess.

"Er wei, dass er vermutlich nicht mehr das Niveau von Casey und Lorenzo erreicht, doch er glaubt, dass er es noch mit dem Rest aufnehmen kann. Ab einem gewissen Punkt im Leben ist man nicht mehr so gut, wie man einmal war", so der langjhrige Crewchief des Italieners, der schon zu Honda- und Yamaha-Zeiten an Rossis Seite stand.

Fr das zweite Saisonrennen in Jerez wird Ducati die Daten aus Katar auswerten und nach den Fehlern sehen. Sollte sich Rossi nicht steigern knnen, darf bezweifelt werden, dass die "Traumehe" Rossi/Ducati noch eine Zukunft hat.

Fotoquelle: Ducati

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung