Nicky Hayden fuhr im ersten Qualifying der neuen 1.000er-Ära auf Platz fünf

MotoGP 2012

— 07.04.2012

Hayden: "Hoffentlich auch im Ziel vor Valentino"

Nicky Hayden holte sich im Qualifying in Doha den fünften Startplatz und war damit bester Ducati-Pilot - Für den Sonntag erwartet er aber ein hartes Stück Arbeit

Ducati-Pilot Nicky Hayden kam im Qualifying zum MotoGP-Saisonauftakt in Doha deutlich besser zu Rande als Teamkollege Valentino Rossi. Während sich der Italiener mit dem Setup seiner Desmosedici GP12 herumschlug und nur Zwölfter wurde, holte sich Hayden als Fünfter den Startplatz in der Mitte der zweiten Reihe.

Luftsprünge macht der US-Amerikaner deshalb aber keine. "Ich erwarte ein schwieriges Rennen, da unser Motorrad die Reifen sehr stark beansprucht", macht sich Hayden keine Illusionen. "Wenn sie einmal auf Temperatur sind, verändert sich der Druck und die Reifen verschleißen schnell", erklärt er das Problem.

"Meine größte Sorge ist aber das Untersteuern in den flachen Kurven. Dort kann ich die Linie einfach nicht halten." In den leicht überhöhten Kurven des 5,38 Kilometer langen Losail International Circuit falle das Problem weniger stark aus.

Angesprochen auf die Schwierigkeiten von Teamkollege Rossi, der als Zwölfter des Qualifyings langsamster aller Piloten auf einem reinrassigen Prototypen war, entgegnet Hayden: "Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen und weiß daher nicht genau, wo bei ihm das Problem lag. Ganz offensichtlich ist er mit dem Setup nicht glücklich." Nach Aussage Haydens näherte sich der "Doktor" im Verlauf der Freien Trainings am Freitag "mehr und mehr meinem Setup an".

"Ich weiß nicht, was er heute probiert hat, bin mir aber sicher, dass er das Rennen morgen nicht als Letzter beenden wird", so Hayden. Der US-Amerikaner selbst kam im Qualifying mit der härteren der beiden Reifenmischungen zunächst gut zurecht, wie er sagt. "Ich fuhr eine 1:56.1, das war okay. Als ich dann den weichen Reifen aufziehen ließ, verbesserte sich der Grip, gleichzeitig nahm aber auch das Chattering zu."

Chattering mit weichen Reifen - Topspeed lässt hoffen

Auf seinen ersten beiden Versuchen mit dem weichen Hinterreifen konnte Hayden seine Zeit nicht verbessern. Erst in den Schlussminuten war noch einmal eine Steigerung auf 1:55.637 Minuten möglich, die ihm schließlich den fünften Startplatz einbrachte. "Das Chattering mit dem weichen Reifen wurde weniger, je mehr er verschliss", sagt der MotoGP-Weltmeister des Jahres 2006.

Für das Rennen setzt Hayden seine Hoffnungen vor allem in den Topspeed der Ducati. "Die Yamaha-Piloten sehen auf den Geraden nicht sehr schnell aus", stellt er heraus. "Dafür gelingt es ihnen aber, die Leistung sehr sanft zu entfalten und damit die Reifen zu schonen." Im Vergleich zu den letzten Testfahrten in Jerez erkennt Hayden in Bezug auf die GP12 dennoch eine Verbesserung: "Das ist mit Sicherheit die schnellste Ducati, auf der ich je saß. Ich hoffe, dass sich das im Rennen auszahlen wird."

Angesichts der Reifenprobleme erwartet der US-Boy am Sonntag dennoch ein hartes Stück Arbeit. Im Hinblick auf die Renndistanz von 22 Runden gibt er sich alles andere als optimistisch: "Wir müssen das morgige Rennen abwarten, ich gehe aber davon aus, dass wir ab der zwölften Runde in massive Probleme geraten werden."

Ein Fragezeichen sieht Hayden zudem hinter dem Zeitplan des Wochenendes: "Wir konnten nie um die Uhrzeit trainieren können, zu der das Rennen stattfindet. Das ist seltsam, aber wir beobachteten die Streckentemperatur zur entsprechenden Zeit und stellten fest, dass sie sich kaum veränderte." In Bezug auf Rossi hofft der US-Amerikaner, in der ersten Rennhälfte einen Vorsprung heraus zu fahren, "der so groß ist, dass ich auch im Ziel vor ihm liegen werde".

Fotoquelle: Ducati

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