Gute Jerez-Tests vor der Saison: Casey Stoner und Dani Pedrosa mit Chancen?

MotoGP 2012

— 24.04.2012

Honda: Pedrosa vor 100. MotoGP-Einsatz

Honda will in Jerez auftrumpfen: Lokalheld Dani Pedrosa geht in sein 100. MotoGP-Rennen, Casey Stoner will seine Podestplatz-Serie fortsetzen

Für Honda wird das kommende MotoGP-Rennen in Jerez besonders wichtig. Auf sportlicher Seite will man sich nach dem Auftakt in Katar mit zwei Podestplätzen nun noch eine Stufe nach oben schieben, auf kommerzieller Seite will man den spanischen Großsponsor Repsol beglücken. Es gibt Grund genug zum Feiern. Lokalmatador Dani Pedrosa feiert in Jerez ein großes Jubiläum. Der Spanier steht vor seinem 100. MotoGP-Einsatz.

"Die Tests in Jerez vor dem Saisonstart verliefen gut. Das Bike fühlte sich gut an und wir waren zufrieden. Daher gehe ich guter Dinge an das Grand-Prix-Wochenende", sagt Pedrosa, der in Katar als Zweiter auf das Podest gekommen war. "Wir müssen es fokussiert angehen. Wir brauchen unbedingt ein gutes Qualifying, damit wir das Rennen aus einer starken Position heraus in Angriff nehmen können."

"Ich mag Jerez und die Leidenschaft der dortigen Fans. Ich hoffe, dass die Tribünen wieder voll werden, denn das macht die unglaubliche Atmosphäre aus", so der Spanier vor seinem Heimspiel. "Wir hatten einen guten Auftakt in Katar. Der Podestplatz war wichtig. Zurücklehnen dürfen wir uns aber keinesfalls. Wir wollen auch in Jerez ein starkes Wochenende bieten." Pedrosa stand in den vergangenen sieben Jahren immer auf dem Jerez-Podium.

Seine fast schon unglaubliche Serie von Podestplätzen möchte Teamkollege Casey Stoner fortsetzen. Der Australier stand in den vergangenen 16 Rennen immer auf dem Podium. Ausgerechnet vor einem Jahr in Jerez war ihm dies letztmals nicht geglückt. "Die Strecke hat es bislang nicht so gut mit mir gemeint", so Stoner vor dem ersten Europarennen des Jahres. "Dass wir beim Test so gut waren, macht mir aber Mut."

"Wir haben nach wie vor ein paar Probleme mit dem Bike, die wir beheben müssen - vor allem das Chattering am Kurvenein- und ausgang. Wenn wir das in den Griff bekommen, dann haben wir ein richtig tolles Paket", sagt der amtierende MotoGP-Champion. "Seit Katar habe ich an meinen Armproblemen gearbeitet. Ich fühle mich besser. Es sollte am kommenden Wochenende kein Problem sein."

Die große Frage wird sein, ob sich Stoner endlich mit der ungeliebten Jerez-Strecke anfreunden kann. "Als ich als junger Fahrer in der Spanischen und Britischen Meisterschaft gefahren bin, ging es auf Strecken wie Barcelona, Jarama oder auch Albacete. Das waren tolle Strecken, die viel Spaß gemacht haben. Sie haben sich von den britischen Strecken stark unterschieden. Doch wenn ich nach Jerez komme, habe ich nie das Gefühl, das ich habe, wenn ich in Barcelona fahre", schildert er.

"Es ist zu schmal, besonders mit diesen großen Maschinen. Man benötigt den sechsten Gang nicht. Selbst in Laguna Seca hat man meines Erachtens einen höheren Topspeed", meint Stoner. Er legt nach: "Das Fahren ist frustrierend. Man gibt Gas, geht vom Gas. Es geht von einer in die nächste Kurve. Man kann die Leistung der Motorräder nicht nutzen und versucht immer, Wheelies zu verhindern. Strecken, auf denen man die Leistung der Maschinen besser nutzen kann, machen mir deutlich mehr Spaß."

Fotoquelle: Bridgestone

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