Aspar-Pilot Randy de Puniet sieht 2012 als Übergangsjahr an

MotoGP 2012

— 26.04.2012

De Puniet möchte 2013 wieder Prototyp fahren

Auch wenn der Franzose Spaß bei der Entwicklung seiner CRT-Maschine hat, so wünscht er sich für kommende Saison wieder einen MotoGP-Prototypen

Randy de Puniet hat in seiner Motorrad-WM-Karriere schon einige Stationen erlebt. Seit 2006 fährt der Franzose in der MotoGP und wechselte nach zwei Jahren für Kawasaki zu LCR-Honda. Im Vorjahr ging er für Pramac-Ducati an den Start, konnte sich aber für 2012 keinen Platz auf einem Prototypen sichern.

Als 2011 das Thema CRT publik wurde, stellte de Puniet zeitig klar, dass er nicht unter dieser Regel starten wird. Nach der Saison folgte ein Test für Suzuki, die wenige Tage ihren MotoGP-Ausstieg bekanntgaben. "Es ist wahr, dass ich anfangs nichts von CRTs hören wollte", erklärt er gegenüber 'MotorCycleNews'. "Doch nachdem ich mir die Rundenzeiten und das Potenzial der Maschine ansah, habe ich meine Meinung geändert."

De Puniet forderte mehr Steifigkeit

"Ich habe nicht des Geldes wegen unterschrieben oder um noch ein Jahr in der MotoGP zu bleiben. Ich hatte auch andere Angebote und hätte auch Test- und Ersatzfahrer in der MotoGP sein können. Doch ich habe nach einer interessanten Herausforderung gesucht und denke, diese bei Aspar-Aprilia gefunden zu haben", schildert er.

Nach der ersten Ausfahrt mit der ART-Maschine machte sich schnell Ernüchterung breit. "Nach dem Test im November habe ich eine steiferes Chassis erbeten", erinnert sich de Puniet. "Sie haben es neu gebaut und damit die Chattering- und Steifigkeits-Probleme mehr oder weniger gelöst."

"Das Chassis hat nichts mit dem des Superbikes zu tun. Das Motorrad hat Karbon-Bremsen und ist leichter. Ich denke, dass der Motor unbearbeitet ist." Aprilia muss sich Vorwürfe gefallen lassen, die CRT-Regel zu missbrauchen, die eigentlich für kleine Teams entwickelt wurde und nicht für Werke.

De Puniet gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit mit dem italienischen Hersteller: "Für Aprilia sind wir Kunden. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich das Werk direkt beteiligt, auch wenn bei den Tests ein Ingenieur dabei war. Ich bin mir nicht sicher, wie der Deal lautet. Ich spreche nicht direkt mit Aprilia sondern nur mit meinem Team. Sie geben die Informationen weiter."

Es mangelt an Leistung

Mittlerweile macht de Puniet die CRT-Maschine Freude. Einzig die fehlende Leistung hindert an besseren Rundenzeiten. "Es macht bereits viel Spaß beim Fahren. Man kann sagen, dass sich das Motorrad bei den Kurvengeschwindigkeiten wie eine große 250er verhält. Es ist gut zu kontrollieren und lenkt schnell ein. Doch es fehlt an Leistung."

"Die CRT-Maschinen werden im Vergleich zu den MotoGP-Prototypen andere Linien fahren, weil man sonst zu viel Zeit verliert. Sie kehren zu den V-Linien zurück, während wir weichere U-Linien und höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren", analysiert der ART-Pilot. "Unsere Motorräder sind einfacher zu fahren, ihre haben mehr Leistung."

Auch wenn de Puniet bei Aspar momentan zufrieden ist, so wünscht er sich für die kommende Saison wieder einen reinen MotoGP-Prototypen. "Ich sehe diese Saison als Übergangsjahr an und hoffe, 2013 wieder auf einer konkurrenzfähigen Maschine zu sitzen", erklärt er. "Für mich ist ein Prototyp Pflicht für nächstes Jahr."

Fotoquelle: Bridgestone

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