Casey Stoner findet für den Kurs in Jerez und die neuen Reifen klare Worte

MotoGP 2012

— 26.04.2012

Stoner: Jerez ist eine "Go-Kart-Strecke"

Der amtierende Weltmeister spart nicht mit Kritik am Kurs in Spanien und hofft, dass die Probleme mit seinem Arm der Vergangenheit angehören

In Katar war Casey Stoner der klare Favorit. Doch schon im Qualifying zeichnete sich ab, dass der Australier dieser Rolle nur bedingt gerecht werden kann. Im Rennen ging Stoner dennoch in Führung. Immer schlimmer werdende Krämpfe verhinderten aber einen Sieg. In Jerez zählt der Honda-Pilot nicht zu den ganz großen Favoriten. Der Kurs kommt dem Weltmeister von 2011 nicht entgegen. Teamkollege Dani Pedrosa und Katar-Sieger Jorge Lorenzo werden mit großer Wahrscheinlichkeit stark sein.

"Es ist gut, dass wir schon hier getestet haben. Jerez zählt nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Sie ist nicht die schlimmste Strecke im Kalender, aber ich hatte noch nie Erfolg hier", bilanziert Stoner. "Es macht einfach keinen Spaß, weil man das Potenzial dieser Motorräder nie richtig nutzen kann. Mit einer 125er oder einer 250er passt es hier besser."

Jerez macht Stoner keinen Spaß

"Man kann nie richtig ans Gas gehen. Es gibt nur einen sehr kurzen Teil der Strecke, an dem man Vollgas geben kann. Auf der Rückseite der Strecke kommt das Vorderrad immer wieder hoch. Es gibt vielleicht zwei Sekunden, wo man das Gas voll aufdreht", kritisiert der Honda-Werkspilot und stellt dem Kurs in Jerez kein gutes Zeugnis aus: "Meiner Meinung nach ist es eine Go-Kart-Strecke."

Drohender Regen könnte das Rennen zusätzlich erschweren. "Der Wetterbericht ändert sich täglich. Wir können nur hoffen, dass das Wetter stabil bleibt. Wenn es regnen sollte, werden wir damit zurechtkommen, doch es ist immer knifflig", prognostiziert er.

Ist Stoner fit?

Entscheidend wird für Stoner der körperliche Zustand sein. Probleme wie in Katar hätten auf dem anstrengenden Kurs in Jerez sicher noch fatalere Auswirkungen. "Es ist schwierig nachzuvollziehen, ob das Problem gelöst ist. Wir fahren ja nicht während der Woche und testen. Dadurch wissen wir nicht, ob sich die Sache verbessert hat. Wir haben das Bestmögliche gemacht und können nur hoffen. Als ich 2010 das Problem hatte, haben wir es gelöst."

"Es hat sich über das Wochenende verschlimmert. Das Chattering war da keine Hilfe. Es gibt aber keine Ausreden. In meiner gesamten Karriere hatte ich zwei Mal Probleme damit - einmal 2010 und einmal jetzt. Es ist nichts, was ich durchgängig habe", so der Australier, der sich gegen die These wehrt, die Probleme würden durch seine gelegentlichen Tennis-Spiele verursacht: "Ich habe auch am linken Arm Probleme. Ich spiele aber nur mit dem rechten Arm Tennis. Es ist ein Zirkulationsproblem."

Randy Mamola war der Meinung, Stoners Armprobleme würden durch seine besondere Taktik verursacht, immer nur kurze Stints zu fahren und nie lange am Stück auf der Strecke zu sein. "Ich bin in meiner gesamten Karriere nie lange Stints gefahren und hatte nie Probleme. Jeder sucht eine Begründung, warum ein langer Stint von Vorteil sein soll", kontert der amtierende Weltmeister.

"Wir wissen, dass die Reifen viele Runden durchhalten. Es gibt eine begrenzte Menge an Sprit, die wir im Rennen verwenden dürfen. Doch warum soll ich einen Longrun fahren, wenn man das auch berechnen kann? Ich nutze meine Strategie nun schon seit vielen Jahren und habe in den vergangenen fünf Jahren mehr Rennen gewonnen als irgendjemand anderes", so Stoner.

Anzahl der neuen Reifen ist "lächerlich"

In Jerez bringt Bridgestone eine neue Vorderreifenspezifikation, die den Fahrern mehr Gefühl vermitteln soll. "Beim Test hat uns der Reifen nicht geholfen, unsere Probleme zu lösen. Wir haben lediglich herausgefunden, dass er beim Bremsen und Einlenken etwas stabiler ist", erinnert er sich.

"Wir haben lediglich zwei neue Reifen. Man kann ihn nicht wirklich am Wochenende testen und dann einen fürs Rennen übrig lassen. Dass wir nur zwei Reifen zur Verfügung haben, ist meiner Meinung nach lächerlich", so der Honda-Pilot.

Fotoquelle: Honda

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