Im Nassen hat Valentino Rossi keine Probleme mit der Ducati

MotoGP 2012

— 27.04.2012

Rossi im Nassen konkurrenzfähig

Valentino Rossi kommt bei nasser Strecke viel besser mit der Ducati klar als im Trockenen - Platz zwei am Freitag in Jerez gab dem Superstar Auftrieb

Bereits im Vorjahr hat sich gezeigt, dass Valentino Rossi auf nasser Strecke mit der Ducati konkurrenzfähig ist. Dieser Trend zeigte sich auch am ersten Trainingstag in Jerez. Der Italiener lag im zweiten Freien Training lange an der Spitze und wurde nur von Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa verdrängt, der um sechs Zehntelsekunden schneller war. Nach dem katastrophalen Saisonauftakt in Katar war der neunfache Weltmeister am Freitag in Spanien wieder gut aufgelegt. "Ich bin heute sehr zufrieden mit dem Training und dem Resultat. Es ist ein schönes Gefühl, wieder vorn dabei zu sein und das Training als Zweiter zu beenden."

"Es ist wichtig für uns, weil wir im Vorjahr mit dem alten Motorrad im Regen sehr konkurrenzfähig waren. Wir mussten noch überprüfen, ob das mit dem neuen Motorrad auch der Fall ist. Es sieht so aus, dass wir so gut wie im Vorjahr sind. Das war wichtig, weil es eine Stärke des alten Motorrades war, die auch das neue hat", sagt Rossi. "Wir müssen nun abwarten, wie sich das Wetter entwickelt. Die Vorhersage ist schlecht. Im Regen sind wir recht konkurrenzfähig. Einige Dinge müssen wir noch verbessern, aber die Pace mit dem Motorrad ist bereits sehr gut."

Die spannende Frage lautet, warum Rossi im Nassen um soviel schneller als im Trockenen ist. Das weiß er aber auch nicht so genau. "Ich genieße es viel mehr, mit diesem Motorrad im Nassen als im Trockenen zu fahren. Das ist sehr merkwürdig, weil man normalerweise trocken bevorzugt. Aus irgendwelchen Gründen kann ich im Nassen so bremsen und einlenken, wie ich will."

"Im Trockenen habe ich nicht das gleiche Gefühl, wie im Nassen. Wir wissen aber nicht warum. Wir verstehen unsere Probleme im Trockenen nicht, wissen aber auch nicht, warum ich im Nassen viel schneller bin. Vielleicht sind es die gleichen Gründe. Mir standen heute zwei Motorräder zur Verfügung. Eines war nach dem Stand der Wintertests, aber für Regen umgebaut. Das andere ist mehr wie Katar, also anders. Es ist nach Nickys Vorzügen abgestimmt, speziell bei der Front. Ich bevorzuge die Abstimmung der Tests. Sie war auch im Nassen sehr gut."

Auch Rossi sorgt sich um die Reifen

Ein großes Problem sind die Regenreifen von Bridgestone bei gemischten Verhältnissen. Das sieht auch Rossi so. "Wenn es wieder so ein Rennen wie im Vorjahr wird, dann wird es für die Reifen sehr schwierig, denn der Gummi ist sehr früh zerstört. Bei halb-halb Bedingungen kann es ein schwieriges Rennen werden." Der Routinier drehte insgesamt 18 Runden. Danach waren die Reifen hinüber. Im Grand Prix müssen aber 27 Umläufe abgespult werden.

"Es ist sehr schwierig. Ich bin elf Runden gefahren, aber nicht hintereinander. Wenn man anhält und dann wieder fährt, ist es anders. Vielleicht muss man einfach langsamer fahren. Man muss kalkulieren, ob man mehr Zeit verliert, wenn man langsam fährt, oder schnell ist und einen Boxenstopp einlegt", rätselt Rossi.

"Das Problem liegt auch vorne, denn auch der Vorderreifen wird rasch beschädigt. Sollten am Sonntag die gleichen Verhältnisse wie heute herrschen, dann wäre es sehr riskant mit einem Slick vorne zu starten. Ein Regenreifen wäre besser. Entweder man fährt verhalten und rettet sich über die Distanz, oder man lässt den Reifen wechseln. Dabei verliert man aber extrem viel Zeit. Die Leute, die im Vorjahr die Reifen gewechselt haben, schafften es nicht in die Top 5."

Trotz der ungewissen Vorhersage ist Rossi zuversichtlich, dass er ein gutes Ergebnis holen kann. "Ich habe das Gefühl, dass wir im Nassen richtig konkurrenzfähig sind. Wenn es so bleibt, dann können wir um ein gutes Ergebnis kämpfen. Im Trockenen sind wir wahrscheinlich nicht so konkurrenzfähig."

Fotoquelle: Ducati

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