Trotz zwei schwachen Rennen kann Valentino Rossi immer noch lachen

MotoGP 2012

— 29.04.2012

Rossi verabschiedet sich von seinem Setup-Denken

Der Ducati-Star wechselt in Jerez nach einem schockierend schlechten Qualifying auf das Setup von Teamkollege Nicky Hayden und wird damit Neunter

Nachdem Valentino Rossi sich nach der schwachen Vorstellung von Katar auch im Qualifying von Jerez nicht steigern konnte, entschied er sich mit seiner Crew, einen neuen Weg einzuschlagen. Rossi und Crewchief Jeremy Burgess befanden sich auf dem Irrweg. Etwa zweieinhalb Sekunden Rckstand auf den Teamkollgen Nicky Hayden im Qualifying sprachen Bnde.

Im Rennen betrug der Abstand zwischen den beiden Ducati-Werkspiloten etwa sechs Sekunden. Hayden mischte am Anfang gut mit, fiel aber zurck. Rossi kmpfte hingegen mit den Satellitenfahrern, Ben Spies und Randy de Puniet am Ende des MotoGP-Feldes. Immerhin konnte er sich gegen Hector Barbera durchsetzen.

Rossi ist erstaunlich zufrieden

"Ich bin mit dem Tag recht zufrieden", erklrt Rossi. "Sicher ist das Ergebnis nicht besonders toll. Wir mssen uns auf jeden Fall steigern. Das Rennen war wichtig, um Ziele fr die anstehenden Rennen zu formulieren. Ich bin mit einem anderen Setup gefahren, das mehr dem Stil der Ducati entsprach."

"Wir haben seit dem ersten Test versucht, ein Setup zu finden, das mir das Gefhl gibt, welches ich in der Vergangenheit hatte. Doch das ist nicht der richtige Weg. Dieses Motorrad hat andere Bedrfnisse. Man muss es anders fahren", wei nun auch der neunmalige Weltmeister. "Whrend des Wochenendes hatten wir etwas Pech, weil ich dieses Setup am Freitagmorgen testen wollte. Die Bedingungen waren aber schlecht und damit hatte ich keine Zeit, es zu probieren."

"Wir haben uns fr ein komplett neues Setup im Rennen entschieden, welches eher dem entsprach, was Nicky gefahren ist. Ich habe zu Beginn zu viel Zeit verloren. Deswegen konnte ich nicht mit Nicky und den anderen Fahrern dieser Gruppe kmpfen. Am Ende hatte ich ein recht gutes Tempo", schildert Rossi. "Ich bin recht zufrieden, weil wir beim kommenden Rennen dieses Setup von Anfang an verwenden werden."

Die GP12 reagiert zickig

Fr die Zukunft ist Teamkollege Hayden der erste Meilenstein. Rossi mchte den Amerikaner wieder hinter sich lassen, um die Vormachtstellung im Team zu behaupten. "Ich hoffe, dass ich mit Nicky kmpfen kann. Nicky war zwar auch nur Achter, doch er war an diesem Wochenende strker als ich. Das bessere Qualifying hat einen Unterschied gemacht."

Am Samstag war entscheidend, dass Hayden seine Desmosedici deutlich hrter abstimmte, als der erfahrene und erfolgsverwhnte Teamkollege. "Dieses Motorrad muss man tiefer, lnger und flacher fahren", hat nun auch Rossi verstanden. "Ich bin sonst immer ein Motorrad gefahren, das mehr federt, was mir in den Kurven ein besseres Gefhl gibt. Doch das ist hier der falsche Weg. Es entspricht nun mehr einem Ducati- und Nicky-Setup mit ein paar nderungen."

"Ich denke, dass wir im Moment damit ein bisschen Raum fr Verbesserungen haben, wenn es darum geht, es an meinen Fahrstil anzupassen", erlutert er. "Man muss mit der Ducati andere Linien fahren und anders in die Kurven hineinfahren. Dieses Setup gibt mir ein besseres Gefhl fr die Front. Ich kann damit hrter bremsen und das Motorrad besser in die Kurve drcken. Wenn ich das Gefhl habe, das Motorrad besser unter Kontrolle zu haben, kann ich meinen Stil anpassen."

Fotoquelle: Ducati

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