Cal Crutchlow kritisiert die asymmetrischen Reifenmischungen von Bridgestone

MotoGP 2012

— 04.05.2012

Crutchlow wieder an der Spitze

Der Tech-3-Pilot präsentiert sich auch in Estoril in bestechender Form und fährt am Freitag mit einem gebrauchten Reifen auf Position drei

Mit zwei vierten Plätzen hat Cal Crutchlow einen überraschend guten Start in die Saison gehabt. Und auch in Estoril ist der Brite an der Spitze zu finden. Den Nachmittag in Portugal beendete er als Dritter und war lediglich 25 Tausendstel langsamer als Ben Spies, der bester Yamaha-Pilot war. Auf Spitzenreiter Casey Stoner fehlten Crutchlow am Ende dreieinhalb Zehntelsekunden.

"Es war nicht schlecht" bilanziert er. "Doch die letzte Kurve ist ein Albtraum für jeden. Es ist ein schlechter Witz. Es gab überall nasse Stellen. Es hat sein vier Uhr morgens nicht mehr geregnet und war immer noch nass. Wir müssen in der Sicherheitskommission darüber reden. Das Wasser bleibt einfach stehen."

"Wenn es Samstagnacht regnet, ist es im Rennen nass. Der Asphalt ist so schwarz, dass man nicht sieht, wo das Wasser steht. Es für alle gleich, doch das Risiko ist unnötig", kritisiert der Tech-3-Pilot. "Wir verlieren im Vergleich zum Vorjahr mit den 800ern in einer Kurve eineinhalb Sekunden."

"Die zweite Session war gut. Wir sind in der gesamten Trainingseinheit mit einem Satz Reifen gefahren. Diese hatten wir bereits am Vormittag verwendet. Einige andere Piloten hatten gewechselt. Ben wechselte, Andrea wechselte, doch wir sind mit alten Reifen schnell gewesen, was mich gefreut hat", erklärt er.

"Es wird ein langes Rennen - 28 Runden. Wir haben hier den asymmetrischen Reifen. Der gleicht dem aus dem vergangenen Jahr. Man bekommt sie schlecht auf Temperatur, sie haben kaum Grip. Es ist sehr schwierig", schildert Crutchlow, der mit einem unveränderten Motorrad fuhr. "Im Vergleich zu Jerez haben wir nichts geändert. Wir wollten in der Session nichts ändern."

Wie bereits in Katar und Jerez übte Crutchlow auch in Estoril Kritik an der Bremse seiner M1. Tech 3 verwendet ein anderes Bremssystem als der Rest des Feldes. "Wenn jemand vor mir ist, dann denke ich mir manchmal: 'Verdammt! Das war eng!' Man hat in Jerez gesehen, wie nah ich immer an Dani herankam", berichtet er. "Hoffentlich können wir in dem Bereich ein paar Verbesserungen erzielen."

Für Sonntag möchte der Supersport-Weltmeister von 2009 noch keine Prognose abgeben. "Wenn es gut läuft, dann spricht nichts dagegen, dass wir nicht dort ins Ziel kommen, wo wir vergangene Woche ins Ziel kamen", so Crutchlow, der seinen auf die MotoGP angepassten Fahrstil für den deutlichen Sprung nach vorn verantwortlich macht: "Mein Fahrstil ähnelt mittlerweile stark dem von Lorenzo. Ich habe ein Jahr lang investiert, um die Daten zu vergleichen. Ein MotoGP-Motorrad richtig fahren zu lernen, ist keine einfache Aufgabe."

Fotoquelle: RACE-PRESS.com

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