Valentino Rossi erkennt Fortschritte bei der Abstimmung der GP12

MotoGP 2012

— 05.05.2012

Rossi: "Morgen werde ich kämpfen"

Mit kleinen Schritten vorwärts: Valentino Rossi fährt im Qualifying auf Augenhöhe mit seinen Ducati-Kollegen und freut sich auf Zweikämpfe im Rennen

Für Valentino Rossi und seine Fans zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Der Italiener konnte den positiven Trend aus dem Rennen in Jerez in der Qualifikation von Estoril bestätigen. Nachdem er in Spanien im Qualifying langsamster der Prototypen-Fahrer war, fuhr er heute mit einer Zeit von 1:38.059 auf den neunten Rang. Damit fand sich der 33-Jährige in guter Gesellschaft seiner Ducati-Kollegen wieder. Hector Barbera war knapp fünf Hundertstelsekunden schneller als Rossi, seinen Teamkollegen Nicky Hayden distanzierte er jedoch um fast zwei Zehntelsekunden.

Die wichtigste Erkenntnis des Wochenendes lautet für Rossi: "Wir machen Fortschritte. Wir haben das Setup modifiziert, damit scheinen wir etwas schneller zu sein als bei den ersten Rennen. Ich kann nun später bremsen und mit höherer Geschwindigkeit in die Kurve hineinfahren", beschreibt der Italiener die konkreten Verbesserungen. "Mit dem neuen Setup fühlt sich das Motorrad am Kurveneingang besser an, aber es hat immer noch eine Neigung zum Untersteuern, wesentlich mehr als zum Beispiel die Yamahas", so Rossi.

Auch ein anderes Problem der GP12 wurde noch nicht behoben. "Beim Beschleunigen verlieren wir noch zu viel, vor allem daran müssen wir arbeiten, sowohl am Motor als auch an der Traktionskontrolle." Zufrieden nimmt Rossi jedoch zur Kenntnis, dass das Motorrad endlich auf Änderungen am Setup reagiert. "An diesem Wochenende arbeiten wir in die richtige Richtung. Wenn wir etwas am Setup ändern, reagiert das Motorrad darauf. Wir haben die Gewichtsverteilung nach hinten verlagert, weil wir am Hinterrad nicht genug Gripp hatten. Wir haben für morgen ein recht gutes Setup."

"Die Position ist zwar nicht fantastisch, aber die Rundenzeit ist recht gut, ich fahre auf einem ähnlichen Niveau wie die Jungs um mich herum. Drei Ducati liegen sehr dicht beieinander. Die Situation ist wesentlich 'normaler' als in Katar oder Jerez. Morgen werde ich kämpfen", verspricht Rossi. "Es wird vor allem am Start sehr eng zugehen, denn wir kämpfen mit vier oder fünf Leuten in der zweiten Gruppe. Aus der dritten Reihe zu starten ist wesentlich besser. Ich hatte im Training einen Satz der weichen Reifen verloren, daher blieb musste ich meine Zeit mit nur einem frischen Satz Reifen fahren."

Bei den Testfahrten, die am Montag nach dem Rennen in Estoril stattfinden, will Rossi die Entwicklung der GP12 weiter vorantreiben. "Jetzt warten wir auf einige neue Teile, die wir beim Test am Montag ausprobieren werden. Wir werden auch noch einmal in Mugello testen, allerdings weiß ich noch nicht, wann genau. Davon versprechend wir uns weitere Verbesserungen." Diese werden laut Rossi jedoch unterschiedlich schnell machbar sein. "Was das Problem bei der Beschleunigung betrifft, bin ich sehr optimistisch, dass wir das im Laufe der Saison verbessern können. Das Untersteuern werden wir so schnell wohl nicht in den Griff bekommen."

Ein Fragezeichen steht für den Italiener noch über den Pneus. "Die Reifensituation ist sehr interessant. Der weiche Reifen ist schneller, wird aber in der zweiten Rennhälfte stark abbauen. Mit dem harten Reifen ist das Motorrad schwierig zu kontrollieren, daher muss man damit langsamer fahren." Auch ist sich der 33-Jährige noch nicht sicher, ob er im Rennen auf den neuen Bridgestone-Vorderreifen setzen soll oder nicht. "Ich weiß es noch nicht, das müssen wir noch entscheiden. In Jerez war der neue Vorderreifen klar besser. Hier habe ich ihn heute ausprobiert, in einigen Kurven ist er besser, in anderen schlechter. Ich werde mich erst kurz vor dem Rennen entscheiden."

Fotoquelle: Ducati

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