Jeremy Burgess (li,) und Valentino Rossi schafften bei Ducati einen Podestplatz

MotoGP 2012

— 07.05.2012

Preziosi: "Wir folgen Valentinos Richtung"

Ducati-Konstrukteur Filippo Prezioso treibt die Entwicklung weiter nach Valentino Rossis Wünschen voran - Ein Motorrad, das ihm liegt, sollte allen Fahrern passen

Das Ducati-Werksteam hatte mit der neuen Desmosedici GP12 bislang noch einige Probleme. Im Gegensatz zu den neuen Prototypen von Honda und Yamaha haben die Italiener das Motorrad über den Winter in relativ kurzer Zeit entwickelt. Die Lichtblicke waren an den ersten drei Rennwochenenden der dritte Startplatz von Nicky Hayden in Jerez und Platz sieben von Valentino Rossi zuletzt in Estoril. Über die Renndistanz gehen im Schnitt 30 Sekunden verloren. Pro Runde ist das knapp mehr als eine Sekunde.

Speziell Rossi übte Kritik und stand nach den schwachen Vorstellungen von Katar und Jerez selbst in der Kritik. Jerez war zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, wie auch Teammanager und Konstrukteur Filippo Preziosi meint. "Das Ergebnis basierte hauptsächlich auf kleinen Fortschritten, die von Training zu Training erzielt wurden."

"Die Basisabstimmung wurde nicht verändert, sondern es wurde versucht, kleine Probleme zu lösen, die in jedem Training auftreten. Das Resultat war besser als zuvor, aber es ist natürlich nicht das Level, das wir erwarten. Wir wissen, dass wir die Lücke schließen müssen." Rossi meinte vor Estoril, dass er mit der Ducati nicht fahren kann. Auch seine Crew, die schon an den unterschiedlichsten Motorrädern gearbeitet hat, kommt mit der GP12 nicht klar.

Besser läuft es hingegen bei seinem Teamkollegen Hayden, dessen Mechaniker rund um Juan Martinez das Motorrad deutlich besser verstehen. Sie konnten eine Basisabstimmung erarbeiten, die dann von Rossi übernommen wurde. Noch im Jahr 2010 vor dem ersten Ducati-Test hieß es von Rossi und seinem Crew-Chief Jeremy Burgess, Stoner könne die Ducati nicht abstimmen, weil er so oft stürzt. Man müsse sie nur richtig einstellen, dann ist es eine Siegermaschine ist. Eineinhalbjahre später sieht die Realität anders aus.

Trotz der Erfolglosigkeit ist Rossi immer noch das Zugpferd für Preziosi. Das Motorrad soll weiter an die Wünsche des neunfachen Weltmeisters angepasst werden. "Es ist natürlich eine Herausforderung, weil wir ein Motorrad für Valentino bauen wollen. Wir glauben nämlich, dass ein Motorrad, das Valentino liegt, auch für alle anderen Fahrer gut sein wird", ist der Italiener überzeugt. "Wir folgen der Richtung, die er vorschlägt."

"Wir versuchen das natürlich so gut wir können. Derzeit ist es aber nicht gut genug, um schneller als Honda zu sein. Aber wir werden es sicher probieren, der Richtung zu folgen, die Valentino uns zeigt. Wir geben Jeremy zu 100 Prozent die Freiheiten, gemeinsam mit Valentino das beste Setup zu finden."

"Aus Ducati-Sicht ist es unsere Pflicht, ihnen das beste Material zur Verfügung zu stellen. Wir glauben, dass der Crew-Chief in der Box unersetzbar ist. Man muss die richtige Person an der richtigen Stelle haben und dieser Person erlauben das zu tun, was er für richtig hält. Wir können unsere Ideen vorschlagen, aber unter dem Strich spricht Jeremy in jedem Training mit Valentino.

Fotoquelle: Ducati

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