Cal Crutchlow würde lieber ausschließlich gegen Prototypen kämpfen

MotoGP 2012

— 08.05.2012

Crutchlow: "Jeder sollte einen Prototypen fahren"

Der Tech-3-Pilot kritisiert die CRT-Idee und erklärt, wie man es in der MotoGP besser machen könnte - Würde es bei günstigeren Leasingraten mehr Prototypen geben?

Durch die immer kleiner werdenden Starterfelder in der MotoGP sah sich die Dorna 2011 gezwungen, an einer Idee zu arbeiten, wie man das Feld der Prototypen vergrößern könnte. Für 2012 gibt es seit drei Wochenenden ein Rennen im Rennen: Mit frisierten Serienmotoren und Eigenbau-Rahmen können sogenannte Claiming-Rule-Teams mit geringerem Budget in der MotoGP antreten.

Diese Regelung stößt besonders bei den MotoGP-Piloten auf wenig Begeisterung. Cal Crutchlow ist einer der Kritiker. "Wir sollten uns Gedanken machen, warum es CRT-Maschinen gibt und die Anzahl der MotoGP-Maschinen rückläufig ist. Wir müssen die Kosten in der MotoGP senken. Jeder sollte die Chance haben, eine MotoGP-Maschine zu fahren", fordert der Brite.

"Wenn die Leasingraten geringer wären, würden sich die jetzigen CRT-Teams sicher auch für einen Prototypen entscheiden", so der Tech-3-Pilot. Immer wieder ist es der große Topspeed-Unterschied, der für Diskussionen sorgt. Auf den Geraden fehlen den CRT-Maschinen durch die deutlich geringere Leistung oft 20-30 km/h.

Crutchlow stört, dass selbst die Maschinen der Superbike-WM den CRT-Bikes überlegen sind. "Wenn man auf die Superbike-Aprilia Bridgestone-Reifen macht und dann einen Top-3-Fahrer auf dieses Motorrad setzt, dann würde er beim ersten Rennen auf das Podest fahren", schätzt er ein. "Die Aprilias der Superbike-WM haben 23 PS mehr als die CRT-Aprilias. Da fehlt nicht mehr viel zu den Prototypen."

"MotoGP-Maschinen sollten MotoGP-Maschinen bleiben", erklärt der Supersport-Weltmeister von 2009. "Wenn man den Motor der Superbike-Aprilia in de Puniets Motorrad bauen würde, wäre er so schnell wie wir." Hintergrund: In der Superbike-WM verwendet Aprilia pro Fahrer etwa 28 Motoren für 28 Rennen. In der MotoGP haben die CRT-Teams die Vorgabe von zwölf Motoren pro Saison einzuhalten, was die Tuningmöglichkeiten einschränkt.

Eine weitere Regelung in der MotoGP gibt vor, dass Neueinsteiger ihre erste Saison nicht mehr in einem Werksteam absolvieren dürfen. Damit ist ausgeschlossen, dass Marc Marquez 2013 für Repsol-Honda fahren wird. Crutchlow über diese Regel: "Im Moment ist es etwas Positives, weil Marquez nicht im Werksteam einsteigen kann", scherzt er.

"Doch es macht absolut keinen Unterschied. Man kann sich eine Werksmaschine schnappen und die benachbarte Box nehmen. Es stellt für mich keinen Unterschied dar", bemerkt Crutchlow. "Die Jungs, die aufsteigen, verdienen eine Werksmaschine. Sie sind so oder so schnell. Was soll das für einen Unterschied machen?"

Fotoquelle: Bridgestone

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