Der Australier Chris Vermeulen kam trotz Boxenstopp ins Ziel

MotoGP 2012

— 21.05.2012

Vermeulen: Viele Daten auf der Suter-BMW gesammelt

Bei seinem MotoGP-Comeback in Le Mans kam Chris Vermeulen mit zwei Runden Rückstand ins Ziel - Er sammelte viele Daten für die Entwicklung der Suter-BMW

Chris Vermeulen kehrte am vergangenen Wochenende an die Stätte seines größten Erfolges zurück. In Le Mans hatte der Australier im Jahr 2007 seinen einzigen Grand-Prix-Sieg errungen. Diesmal vertrat er den verletzten Colin Edwards im Forward-Team. Von Erfolg war das Rennen nicht gekrönt. Im Qualifying war der 29-Jährige zwar Letzter, doch er war von den Rundenzeiten her auf dem Niveau von Leuten wie Ivan Silva und Mattia Pasini. Seit über einem Jahr hatte Vermeulen nicht mehr auf einem richtigen Rennmotorrad gesessen. Das Rennen war dann mehr ein Test, denn einmal kam er an die Box, weil es ein Problem mit dem Helm gab.

Mit zwei Runden Rückstand wurde der Australier schließlich als 17. und Vorletzter gewertet. Im Forward-Team ist man dennoch halbwegs zufrieden, denn man konnte im Nassen viele Daten sammeln, die bei der Weiterentwicklung der Suter-BMW hilfreich sind. "Die Bedingungen waren im Rennen sehr schwierig. Es ist sehr lange her, seit ich das letzte Mal im Regen gefahren bin. Auch das Team verfügt mit dem Motorrad nur beschränkte Erfahrungen bei diesen Verhältnissen."

"Zu Beginn war es kühl und es regnete stark, wodurch es nicht einfach war die Reifen auf Temperatur zu bekommen", schildert Vermeulen. "Je mehr Runden ich fuhr und je mehr die Strecke trocknete, desto besser passte das zu unserer Abstimmung und ich konnte vernünftig schnell fahren. Zu einem Zeitpunkt war ich dann fast so schnell wie die anderen CRT-Bikes."

"Leider musste ich an die Box, weil es Sichtprobleme mit dem Helm gab. Es war unglücklich, weil es mein Rennen beeinflusst hat. Es war sehr lange her, dass ich im Regen gefahren bin, aber es war schön, zurück in der MotoGP gewesen zu sein. Hoffentlich können die gesammelten Informationen dem Team und Suter für die Zukunft helfen."

"Es war ein sehr interessantes Wochenende für uns", erklärt Alessandro Giussani, MotoGP-Projektleiter bei Suter-Racing-Technology. "Wir haben eine neue Bosch-Software getestet und beim Management der Motorbremswirkung und bei der Traktionskontrolle einen großen Schritt vorwärts gemacht. Das Augenmerk von Chris liegt etwas mehr bei der Motorbremse, das von Colin etwas mehr bei der Gasannahme am Kurvenausgang."

"Doch insgesamt sind die Aussagen der beiden deckungsgleich. Über das Wochenende hinweg und im Rennen, für das wir das Motormanagement erst Sonntagmorgen programmiert haben, hat Chris immer mehr Vertrauen in das Motorrad entwickelt. Was wir brauchen, sind mehr Testkilometer."

Fotoquelle: SuterRacing

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