Im Rennen von Le Mans vertrauten alle Piloten auf den weichen Hinterreifen

MotoGP 2012

— 24.05.2012

Bridgestone: Die Le-Mans-Analyse

Das Regenrennen in Le Mans stellte die weichen Regenreifen von Bridgestone auf eine harte Probe - Der japanische Reifenhersteller ist mit der Performance sehr zufrieden

Nachdem es bei den ersten Rennwochenenden der Saison immer wieder nasse Sessions gab, wurde in Le Mans das erste Regenrennen der Saison gestartet. Die Bedingungen in Frankreich waren alles andere als einfach. Neben der großen Wassermenge auf der Strecke waren es vor allem die niedrigen Temperaturen, die es den Fahrern erschwerten, die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bringen.

"Die Bedingungen beim Rennen am Sonntag waren für die Fahrer eine Herausforderung", bemerkt Bridgestone-Chefingenieur Masao Azuma. "Die Haftung ist in Le Mans bei Nässe sehr gering. Durch die kalten Temperaturen war es noch schwieriger, Grip zu finden. Bridgestone hat sich auf diese Bedingungen eingestellt und aus diesem Grund die weiche Mischung zur Hauptregenmischung erklärt."

"Wir haben den Fahrern zudem die Option offen gelassen, auf eine begrenzte Anzahl von harten Regenreifen zurückzugreifen, sollte die Strecke stellenweise feucht, aber nicht komplett nass sein", erklärt der Japaner. "Die Performance unserer Regenreifen war in Le Mans sehr gut. Der weiche Regenreifen, der im Rennen ausgiebig verwendet wurde, gab den Fahrern das Aufwärmverhalten und die Haftung, die man bei diesen schwierigen Bedingungen benötigt. Er hat zudem lange genug durchgehalten, um im Rennen konstant Grip zu bieten."

Die harte Mischung wäre auf einer nassen Strecke mit trockenen Stellen die bessere Wahl gewesen. Doch der Kurs in Frankreich war an jeder Stelle sehr feucht. "Sonntagmorgen hat es geregnet. Es war schwierig abzuschätzen, ob es am Nachmittag weiterregnet oder vor dem Rennen aufhört. Die Fahrer haben die Chance am Morgen genutzt, im Warmup den Grip der harten Mischung herauszufinden."

"Auf der Strecke stand das Wasser. Wir haben auch mit der harten Mischung gute Rundenzeiten gesehen und wertvolle Daten gesammelt", schildert Azuma. "Es regnete bis zum Start des MotoGP-Rennens weiter und man erwartete nicht, dass es aufhört. Es stand also sehr viel Wasser auf der Strecke. Zudem war es recht kühl. Alle Fahrer haben sich hinten für den weichen Regenreifen entschieden. Bis auf einen Fahrer sind auch alle mit den weichen Vorderreifen gestartet."

Gegen Ende konnten viele Fahrer ihr Tempo deutlich steigern. "Da das stehende Wasser durch die Regenreifen verdrängt wurde, konnten wir am Ende bessere Rundenzeiten beobachten", analysiert der Bridgestone-Mitarbeiter. "Wenn der Grip zunimmt, wird auch die Abnutzung größer. Der weiche Regenreifen war in diesen Bedingungen aber immer noch gut genug, so dass die Fahrer den Vorteil des gesteigerten Grips in niedrigere Rundenzeiten umsetzen konnten."

Fotoquelle: Ducati

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