Ohne Zweifel: Das Suzuki-Werksteam fehlt der MotoGP im Moment

MotoGP 2012

— 24.05.2012

Suzuki: Rückkehr mit Reihenvierzylinder?

Die Japaner testen in Suge ein neues MotoGP-Motorrad: Hat sich Suzuki für einen Konzeptwechsel entschieden oder arbeitet man an einem CRT-Motorrad?

Der MotoGP-Ausstieg von Suzuki hat die Königsklasse des Motorrad-Sports hart getroffen: Ohne die CRT-Bikes wäre das Feld in diesem Jahr auf zwölf Motorräder geschrumpft. Die drei übrig gebliebenen Hersteller - Honda, Yamaha und Ducati - stellen 2012 je zwei Werksmaschinen sowie zwei Satellitenbikes. Die Rückkehr eines Herstellers würde der Serie gut tun.

Suzuki hat Ende 2011 in einem Atemzug mit der Rücktrittserklärung klar gemacht, dass man bereits 2014 wieder mitmischen möchte. In der zweijährigen Pause möchte man an einem neuen Motorrad arbeiten, das es der Konkurrenz schwerer machen möchte als die GSV-R in den vergangenen Jahren. Das Konzept der bisher letzten MotoGP-Maschine von Suzuki ähnelte durch den V-Motor dem der Honda RC212V.

Bei Testfahrten in Sugo zeigte sich nun, dass die Japaner an einem Motorrad mit Reihenvierzylinder arbeiten. Damit orientiert man sich mehr an der Philosophie von Yamaha, dem zweiten japanischen Motorradgiganten. Seit jeher kommt in der M1 ein Vierzylindermotor in Reihe zum Einsatz. Diese Bauweise ermöglicht eine bessere Konzentrierung der Massen. Nach wie vor ist die Yamaha am Kurveneingang das beste Bike.

Folgt Suzuki der Yamaha-Idee?

Ein Nachteil des Reihenvierzylinders stellt die Leistungsentfaltung dar - ein Problem, das Yamaha durch eine 90-Grad-Verschiebung der Kurbelzapfen lösen konnte. Diese Entwicklung kam auch im Serien-Superbike, der Yamaha R1, zum Einsatz. Suzuki geht offensichtlich auch diesen Weg. Bestätigt wird diese These durch den Klang der neuen MotoGP-Maschine. Beim Test in Sugo anwesende Journalisten erklärten, dass die neue Suzuki der Yamaha M1 akustisch sehr nahe kommt.

Sollte Suzuki tatsächlich auf einen Reihenvierzylindermotor setzen, käme man auch den Serienmotoren näher. In den GSX-R-Modellen setzt der japanische Hersteller durchweg auf diese Motorkonfiguration. Hiermit würde sich ein Technologietransfer anbieten. Gleiches gilt für die Entwicklung der Elektronik.

In keinem anderen Bereich erzielten die Hersteller in den letzten Jahren größere Fortschritte. Suzuki ist mit Sicherheit daran interessiert, auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln, um die neuen Erkenntnisse in die Serienmaschinen einfließen zu lassen, wie es Ducati, Yamaha und Honda aktuell vormachen. Gerüchten zufolge soll die Elektronik der Testmaschine aus Sugo schon deutlich fortschrittlicher sein als die der GSV-R aus 2011.

Suzuki mit CRT-Maschine?

All die Spekulationen um das neue Motorrad aus Hamamatsu könnten sich aber auch als komplette Fehlinterpretation herausstellen, sollte Suzuki in Sugo lediglich an einem neuen CRT-Motorrad gearbeitet haben. Aprilia hat es vorgemacht und die Claiming-Rule-Regel deutlich aggressiver umgesetzt, als der Dorna lieb war, indem man als Werk an einem Motorrad gearbeitet hat und somit diese für kleine Teams ins Leben gerufene Regel ausgenutzt hat.

Das Triebwerk in der Sugo-Maschine könnte also auch ein frisierter GSX-R-Motor sein. Noch hat Suzuki aber keinen Reihenvierzylinder mit verdrehten Kurbelzapfen im Angebot. Doch für die kommende Saison darf mit einer neuen GSX-R1000 gerechnet werden, nähert man sich mit dem aktuellen Modell allmählich dem Ende des Produktionszyklus.

Fotoquelle: Suzuki

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