Marc Marquez wird früher oder später im Honda-Werksteam landen

MotoGP 2012

— 24.05.2012

Wie stabil ist die Rookie-Regel?

Durch Casey Stoners überraschenden Rücktritt könnte Marc Marquez direkt ins Werksteam aufsteigen - Lockert die Dorna für Repsol die Rookie-Regel?

Bereits vor der Saison war klar, dass Ende des Jahres die meisten Fahrerverträge in der MotoGP auslaufen. Genauso eindeutig schien Marc Marquez' Aufstieg in die MotoGP. Doch durch Casey Stoners Rücktritt ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten für 2013. Der Vertrag des Australiers zählte mit Sicherheit zu denen, an denen nur wenig zu rütteln ist, stellte die Kombination Stoner/Honda eine sehr erfolgreiche Paarung dar.

Stoners RC213V ist wohl das begehrteste Bike im Feld. Entsprechend hoch ist die Anzahl der potenziell in Frage kommenden Piloten. Hondas Ideallösung wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit Moto2-Pilot Marquez. Der Spanier wird schon auf Grund seines Sponsorenvertrags mit Repsol früher oder später im Honda-Werksteam landen. Doch auch die Fähigkeiten des amtierenden Moto2-Vizeweltmeisters begehren viele MotoGP-Teams.

Wer bekommt Stoners Honda?

Laut den Regeln darf er als MotoGP-Rookie aber nicht direkt ins Werksteam aufsteigen. Damit müsste Honda Marquez ein Jahr in einem Satellitenteam unterbringen, bevor man ihn 2014 zum Werksfahrer ernennt. Diese Lösung ist kompliziert und nach dem aktuellen Stand lediglich über Gresini-Honda realisierbar. Stefan Bradl hat bei LCR einen Zweijahresvertrag. Zudem müsste sich Honda auf die Suche machen, einen Piloten fürs Werksteam zu finden, der nach einem Jahr wieder entlassen wird.

Durch diese Situation drängt sich die Frage auf, wie stabil die Rookie-Regel ist. Bereits Ende 2009 lockerte die Dorna diese Regel. "Wir haben diese Regel aufgestellt und im zweiten Jahr meinte Suzuki, dass es sehr wichtig sei, Alvaro Bautista zu verpflichten", erinnert sich Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta gegenüber 'Autosport'.

"Wir sollten die Rookie-Regel also außer Acht lassen, weil sonst das Risiko bestehen würde, dass Suzuki sich zurückzieht. Wir haben die Regel für sie etwas gelockert, doch Suzuki zog sich dennoch zurück", erklärt Ezpeleta enttäuscht und stellt aus diesem Grund klar: "Wir werden nichts ändern."

"Es ist für die unabhängigen Teams. Sie benötigen mehr Hilfe denn je", bemerkt Ezpeleta. Gerüchten zufolge interessiert sich Honda für Valentino Rossi, der zwar in Le Mans Zweiter wurde, mit der Ducati im Trockenen aber klar unterlegen ist. Der Italiener hat in Frankreich betont, noch mindestens zwei Jahre in der MotoGP fahren zu wollen.

Was macht Rossi 2013?

Damit wäre Rossi ein Kandidat für 2013. HRC-Marketingdirektor Livio Suppo hat nach dem Rennen in Le Mans klar gemacht, dass er die Fähigkeiten des neunmaligen Weltmeisters sehr schätzt. Auch HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto hat seine Aussage revidiert, Rossi stelle keine Option für Honda dar.

In dieser Saison muss Rossi noch mit der Desmosedici klarkommen. "Ich hoffe, dass Ducati die Probleme beheben kann", sagt Ezpeleta. "Im Moment kann ich ihm aber nur das sagen, was ich allen anderen auch sage: 'Danke für die Teilnahme. Ich wünsche Erfolg!' Es ist für ihn bereits beinahe zwei Jahre her, doch er hat die Entscheidung getroffen, zu Ducati zu gehen."

Fotoquelle: Repsol

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.