Ducati hat im Moment mit Traktions-problemen und Untersteuern zu kämpfen

MotoGP 2012

— 01.06.2012

Rossi hofft auf radikale Motorüberarbeitung

Ducati arbeitet nach dem enttäuschenden Mugello-Test an einem neuen Motor für die Desmosedici, der bereits in Laguna Seca eingesetzt werden könnte

Zwischen den Rennen in Le Mans und Barcelona war Ducati nicht untätig und arbeitete weiter an der Performance der GP12. In Mugello testeten Valentino Rossi und Nicky Hayden neue Motorausbaustufen, Schwingen und Elektronikeinstellungen. Unterm Strich kommen lediglich die Verbesserungen auf dem Gebiet der Elektronik in Spanien zum Einsatz. Die überarbeiteten Motoren sowie die Aluschwinge waren bisher kein Fortschritt.

Besonders Rossi drängte immer wieder, dass man an der Leistungsentfaltung der Desmosedici arbeiten müsse. Der V4-Motor braucht sich bei der Spitzenleistung sicher nicht verstecken, geht aber besonders am Kurvenausgang ungehobelt zu Werke. Dadurch kämpft Ducati seit Saisonbeginn mit Traktionsproblemen und Untersteuern, sobald der Fahrer ans Gas geht.

Ein überarbeiteter Motor sollte diese Probleme mildern. Doch bei der Umsetzung gab es Probleme. "Es gibt keine Verbesserungen", berichtet der "Doktor" der 'Gazzetta dello Sport' und fügt wenig verwundert hinzu: "Das wusste ich bereits vor dem Test. Wir benötigen etwas Radikaleres. Daran wird gerade gearbeitet." Teamkollege Hayden teilt Rossis Meinung und berichtet, dass die Motorausbaustufe von Mugello keine Verbesserung bei niedrigen Drehzahlen darstellt, bei hohen Drehzahlen aber klare Einbußen mit sich bringt.

Seit Jahren wird gemunkelt, wie lange Ducati noch am bestehenden Konzept - einem V4-Motor mit 90-Grad-Zylinderwinkel - festhält. Honda vertraut seit vielen Jahren auf einen Zylinderwinkel von 75 Grad. Dadurch ergibt sich vor allem eine bessere Konzentration der Massen. Ducati setzt bei den Serienmotorrädern traditionell auf 90 Grad und wird sich aus diesem Grund nur schwer davon verabschieden können.

Trotzdem steht fest: Ducati hat etwas in petto. "Wir planen, es in Laguna Seca zu haben", verrät Rossi, der sich aber bewusst ist, dass die Umsetzung nicht einfach wird. "Das bedeutet, dass wir in Mugello vorher mehr testen müssen. Wir können nicht daran denken, es mit zu den Rennen zu nehmen, ohne zu wissen, wie es läuft."

Fotoquelle: Ducati

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